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Masterclass Jänner 2018

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Antilope

NOW-Masterclass Jänner 2018

Musiktheater der Gegenwart – Praxiserwerb für SängerInnen

Kombination sinnlich

Neue Oper Wien Saison 2017/18

Ermäßigungen für Einzelkarten

Neue Oper Wien Saison 2017/18

Saison 2017/18

Terminübersicht

Saisoninformation 2017/18

2017/18

Ficus

Zweiteilig-abstruser Opernabend

A Quiet Place

Kammerversion - ÖEA

Die Antilope

ÖEA

Pressekonferenz Saison 2017-18

Präsentation Spielplan 17/18

junge oper wien 2017

Das Missvständnis

Le Malentendu

Interview Fabian Panisello

Fabian Panisello über "Le Malentendu"

Pallas Athene weint

Staatsoperette-Die Austrotragödie

Costume Supervisor

junge oper wien 2016

2016/17

Saison 2016/17

Le Malentendu

Das Missverständnis

Herrscht in der Musik der Tenor des Spröden und Zersplitterten vor, so verschmelzen auf der Szene die Regiearbeit von CHristoph Zauner, die geschmackvolle Ausstattung von Diego Rojas Ortiz, die stimmungsstarken Videoprojektionen von Chris Ziegler und die Beleuchtungskünste von Norbert Chmel zu einem Gesamtkunstwerk, das beeindruckt (...)

Der Standard (Stefan Ender)

Fabian Panisello, 53-jähriger Argentinier, der seine kompositorische Ausbildung unter anderem bei Boguslaw SChaeffer am Salzburger Mozarteum erhielt, hat für seinen Opernerstling zugegriffen (auf Camus' "Missverständnis, Anm.). Sein Librettist Juan Lucas hat die Vorlage gerafft, die Neue Oper Wien - die wieder einmal, wie seit gut 25 Jahren, mit ihrem kompromisslosen Einsatz für das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts die hoch dotierten staatlichen Institutionen alt aussehen lässt - das klanglich, vokal und tonsprachich so emotionsstark wie raffiniert gewobene Werk dicht und intensiv auf die Semperdepot-Bühne gebracht. Kuluges Netzwerk: Die zwischen Sein und Schein albtraumhaft changierende Inszenierung (Christoph Zauner) wird so wie das famose amadeus ensemble unter seinem unermüdlich risikofreudigen Chef Walter Kobéra und exzellent ausgewählte und geforderte Solisten (etwas Anna Davidson und Gan-ya Ben-gur Akselrod im irrwitzigen Koloraturen Höhenkampf) alsbald weitereisen ans Teatro Real in Madrid.

Salzburger Nachrichten (Karl Harb)

Mit der österreichischen Erstaufführung der Kammeroper in einem Akt "Le Malentendu" ("Das Missverständnis) von Fabián Panisello, hat Dirigent und Intendant der Neuen Oper Wien, Walter Kobéra, einen Volltreffer gelandet. Er bescherte dem begeisterten Publikum den Luxus einer musikalischen Rarität!

Kronen Zeitung (Florian Krenstetter)

Herbst 2016-Integration

Ausgezeichnet durch ein Anerkennung des Maecenas 2016!

junge oper wien 2016

"Die Nase"

2014

2015

Pallas Athene weint

Die Stärke dieser Produktion der Neuen Oper Wien ist jedoch musikalischer Art. Allen voran ist Franz Gürtelschmied (als Alkibiades) zu nennen, dessen Tenor – was Timbre, Klarheit und Intensität anbelangt – internationales Format aufweist - derstandard.at/2000046577615/Pallas-Athene-weint-Anatomie-des-Untergangs

Ljubisa Tosic (Der Standard)

Da ist einmal Klemens Sander (Sokrates), der einen Mix aus Elder Statesman und resigniertem Philosophen gibt. Textverständlich wie kaum ein anderere, präzise in der stimmlichen Fokussierung, kernig im Ausdruck und überzeugend in allen Belangen. (...) Neben ihm der junge Franz Gürtelschmied als in allen Situationen elastischer Feldherr Alkibiades, der mit geschliffener, klarer und griffiger Stimme gefällt. Ein Tenor, den man im Auge behalten muss. (...) Walter Kobéra an der Spitze der klanglich frischen, sehr dynamisch musizierenden Tonkünstler fügt alles zur strengen Klangarchitektur zusammen. Begeisterung im Publikum!

Oliver A. Láng (Kronenzeitung)

Regisseur Christoph Zauner schafft präzise Individuen jenseits der Thesenhaftigkeit und führt auch den erstklassig studierten Wiener Kammerchor in choreographischer Exaktheit. Den Vorwurf der "Klang-Askese" (so Adorno über Krenek) widerlegt Walter Kobéra mit den Niederösterreichischen Tonkünstlern überzeugend, bändigt aber auch die Fülle des groß besetzten Orchesters im Interesse der Textverständlichkeit.

Barbara Palffy (Kurier)

Ob Christoph Zauners dunkle, statische Regie, versetzt mit Jörg Brombachers geradlinigem Bühnenbild und den schlichten Kostümen von Mareile von Stritzky, in der hohen Ruine allzu zeitgeistig war? Keinesfalls. Ereignisse und Tendenzen der jüngeren Zeitgeschichte wie der Gegenwart wurden spürbar, waren hier aber ganz universell erlebbar als das menschliche Spiel von Macht, Liebe, Verlangen, Mord und Manipulation. Ein Spiel, das Ernst Krenek in einer kraftvollen Symbiose aus Wort und Ton zu 150 Minuten packendem Musikdrama gegossen hat, packend musiziert vom Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich unter der Leitung von Neue-Oper-Wien-Intendant Walter Kobéra.

Daniel Wagner (Wiener Zeitung)

Der Neuen Oper Wien und dem unermüdlichen Dirigenten Walter Kobéra – es spielt das NÖ Tonkünstlerorchester – sei Dank für diese Produktion. Nicht nur Wiederentdeckungen, auch Entdeckungen fördert Kobéra, denn es ist ein tolles, junges Ensem- ble, sorgsam ausgewählt und auf der Höhe der Ansprüche. 

Ernst P. Strobl (Salzburger Nachrichten)

 

Staatsoperette

Nikolaus Habjans Puppen, bedient von den Sängern der jeweiligen Rollen, vollbringen die Paradoxie und reißen den historischen Figuren alle Masken herunter, die sie auf alten Fotos und in Filmaufnahmen noch tragen mögen. Wenn Kanzler und Diktatoren sich in bleichen, reptiliengleichen Klappmaulgesichtern verdoppeln, konzentrieren und offenbaren, wächst das szenische Geschehen über sich selbst hinaus - und wirklich unheimlich. (...) Zusammen mit dem Ensemble legt sich der Wiener Kammerchor voll ins Zeug, und dass man im manchmal bunten Zuckerguss der Musik immer auch noch die starke Prise Zykan'schen Pfeffers herausschmeckt, dafür sorgt Walter Kobéra am Pult des Amadeus-Ensembles. Walter Weidringer (Die Presse)

Das Ensemble Amadeus unter Kobéra lässt an Klarheit und Schärfe nichts zu wünschen übrig, hochambitioniert agieren alle Sängerinnen und Sänger. Daniel Ender (Der Standard)

Der einst skandalisierte Film hat auf die Bühne gefunden, würde bei den Bregenzer Festspielen mit Sicherheit mehr Publikum erreichen als in zwei Aufführungen auf der Werkstattbühne Platz finden und wird an der Neuen Oper in Wien weitergespielt. (...) Die Rollen sind mehrfach besetzt, Camille dell'Antonio, Marco DI Sepia, Gernot Heinrich oder Hagen Matzeit bieten treffliche Figuren, die sehr genau agierend stets an der Grenze zur Karikatur bleiben. Barbara Polt und Laura Schneiderhan, die beiden, stimmlich wie schauspielerisch versierten Frauen als kommentierende Linke und Rechte schließt das Premierenpublikum ebenso in den großen Applaus mit ein wie das gesamte Ensemble, das Leading Team und vor allem auch Nikolaus Habjan, der gemeinsam mit Simon Meusburger Produktionen zur Zeitgeschichte kreierte und für diese "Staatsoperette" etwa für Mussolini, Hitler, Seipel, Dollfuß und Schnuschnigg Puppen schuf, die der Handlung gewissermaßen ein Allgemeingültigkeit verleihen." Christa Dietrich (Vorarlberger Nachrichten)

junge oper wien 2015

Rueckblick 2015

Projekte der Neuen Oper Wien 2015

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Neue Oper Wien Saison 2017/18

JUDITH | Schnitt_Blende

Die Nase

Pressefotos Schönberg in Erwartung

Tanzcasting

Tänzerin ab 40 Jahre für Projekt gesucht

Schönberg in Erwartung

junge oper wien 2015

partizipativ – kreativ – integrativ

Judith / Schnitt_Blende

Tanzoper

Drei Instrumente und drei Frauenstimmen sind im Einsatz, aber nicht etwa fein säuberlich getrennt und den drei Judiths zugeordnet. Statt dessen nähern die Gestalten sich unterschiedlich einander an, scheinen manchmal eins zu werden, fächern sich dann wieder auf in dem wenig mehr als eine Stunde dauernden knappen Werk. Eine Tänzerin (Martina Haager) und ihr filmisches, manchmal multiples Alter Ego (Video: Catherine Ludwig) ergeben eine weitere Klammer, auch die Sängerinnen, dominiert von Anna Maria Pammer, sind choreografisch ins Geschehen eingebunden. (...) Die eindringlichsten Momente entstehen in Magdalena Knapp-Menzels Libretto bei den Zwängen der zeitgenössischen Judith („schön charmant weiblich / musst du darfst du“), in der Musik aber, wenn jenseits geräuschvoll-alternativer Spieltechniken die Klangcharaktere von Fagott, Viola da Gamba und Clavichord kenntlich werden. (...) ein Abend von zartherber Poesie.
Walter Weidringer (Die Presse)

Der Text ist also nicht zahnlos. Auch Unterpertingers Musik hat Griff. Und Haager tanzt dämonisch und mit eisiger Klarheit. Der dreifachen Judith – vokal wie körperlich repräsentiert von Elisabeth Kanettis, Claudia Cervenca und Anna Maria Pammer – entspricht im Stück ein instrumentales Trio aus Fagott, Viola da Gamba und Clavichord.
Im mit dem Text korrespondierenden Video (Catherine Ludwig) wird die getanzte Judith zu Gespenst und Schatten. Echt gruselig ist aber erst die Kostümierung vor allem der als Performerinnen agierenden Vokalistinnen. Abgesehen davon aber besticht diese Arbeit durch Komplexität und Dichte.
Helmut Ploebst (Der Standard)

Die 38-Jährige widmet die Produktion der Neuen Oper Wien ihrer 2010 verstorbenen Großmutter gleichen Namens, stellt aber nicht nur eine, sondern gleich drei Judiths auf die Bühne. Assoziationen zur alttestamentarischen und einer an die Komponistin selbst angelehnten Judith treten zu Oma hinzu, jeweils von einer Stimme repräsentiert. Als Gegenüber der drei Stimmen fungieren ein Fagott, eine Viola da Gamba und ein Clavichord. Dieses Sextett wird mittels Videoprojektionen und vor allem dem ausdrucksstarken Tanz von Martina Haager miteinander verwoben, der zwischen intensiver Introspektion, natürlicher Bewegungsimitation und expressiven Momenten changiert.
(APA-Meldung aus www.tt.com)

Die Nase

Mit Schostakowitschs "Die Nase" gelingt der Neuen Oper Wien unter der Leitung von Walter Kobéra eine Großtat. Die Regie von Matthias Oldag bietet kraftvolle Gesellschaftskritik.
Stefan Ender (Der Standard)

Der Neuen Oper Wien ist mit ihrer aktuellen Produktion tatsächlich dieser intendierte Spagat zwischen Unterhaltung und Kritik gelungen. (…) Walter Kobéra zauberte mit dem präzise intonierenden amadeus ensemble-wien, das der facettenreichen Partitur Schostakowitschs mehr als gerecht agierte, Lachen wie (Ver-)Zweifeln auf die Gesichter des begeisterten Publikums.
Daniel Wagner (Wiener Zeitung)

Diese Musik liegt in den versierten Händen von Walter Kobéra, der das Amadeus-Ensemble Wien mit viel Gespür durch die farb- und facettenreiche Partitur lotst, nicht nur treffsicher Effekte setzt, sondern vor allem auch die so zahlreichen wie raschen atmosphärischen Wechsel organisch gestaltet. Eine feste Basis, auf der Marco di Sapia als Kowaljow so recht glänzen kann.
Helmar Dumbs (Die Presse)

Die Gegensätzlichkeit zwischen Verzweiflung und Resignation bringt das Amadeus ensemble wien unter Walter Kobéra gekonnt zum Ausdruck: Pulsierende Perkussion wechselt sich mit ebenso nuancierten wie atmosphärischen Passagen, die den Fokus auf das Geschehen auf der Bühne lenken. Denn es ist nicht zuletzt die darstellerische Leistung des gesamten Ensembles, die für einen gelungenen Abend sorgt. Langer Applaus für alle Beteiligten.
(APA-Meldung aus www.tt.com)

Schönberg in Erwartung

Eine sinnliche Traumreise.

Diese Zwischenmusik ist die perfekte Überleitung von einem Schauplatz zum anderen, eine süffige, atmosphärisch dichte Stimmungsmusik, die den stärksten Eindruck hinterlassen hat. (...) Das von Walter Kobéra geleitete amadeus ensemble-wien steigerte sich im Laufe des Abends. In dem Monodram "Erwartung" (in der Fassung von Faradsch Karaew) erreichte die Spannung schließlich ihren Höhepunkt.KURIER (Marion Eigl)

Die Neue Oper Wien macht eine Tugend aus der Not ihres Nomadendaseins und hat sich nun eine weitere neue Spielstätte erschlossen: die EMS-Lounge (...) Walter Kobéra hält sein gutes Amadeus-Ensemble mit gewohnter Sorgfalt auf Linie (...)DIE PRESSE (Walter Weidringer)

Das Monodram von der nächtlichen Wanderin findet in Magdalena Anna Hofmann eine leuchtkräftige Stimme, das amadeus ensemble-wien begleitet beherzt, und Dünsers Entreacte-Musik fügt sich stilsicher zwischen die Werke.WIENER ZEITUNG (Christoph Irrgeher)

Rückblick

Projekte der NOW 2014

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Rund um die Veranstaltung

Willkommen im Pressebereich der Neuen Oper Wien!

Proberaum

Gastdirigat Walter Kobéra

junge oper wien 2014

BORG Mistelbach

Vermietung Proberaum

1030 Wien, Keinergasse 19 (50 Meter zur U3 Kardinal-Nagl-Platz)

Intendant Walter Kobéra

Orest

Die Presse 

Seit fast einem Vierteljahrhundert stellt diese längst unverzichtbare Operntruppe neue oder wichtige ältere Beispiele der vielseitigen Gattung zur Diskussion – in einer Qualität, die jüngst wieder international Furore gemacht hat: Die im Frühjahr an der Kammeroper herausgekommene Produktion von Birtwistles „Punch and Judy“ errang im Oktober beim Armel Opera Festival in Budapest den Publikumspreis des Senders Arte und die Jury-Auszeichnung für die beste Produktion. Am Dirigentenpult stand dabei wie immer NOW-Intendant Walter Kobéra, der vor 16 Jahren schon Trojahns Erstling, „Enrico“, in Wien interpretiert hat. (...) Mit dem konzentrierten Amadeus Ensemble Wien verschreibt Kobéra sich nun gewohnt leidenschaftlich der düsteren Partitur, die sujetgemäß oft wild-eruptive, aber auch subtile Töne anschlägt, die sich zu tonalen Inseln verdichten können. In manchen Klangfarben oder sprachlichen Wendungen scheut der Komponist und Librettist in Personalunion vor Allusionen an Straussens „Elektra“ u.a. nicht zurück, obwohl er hier ja Euripides' Fortsetzung adaptiert: Der von inneren, teils im Surroundsound zugespielten Stimmen gepeinigte Orest lässt sich von der rachsüchtigen Schwester anstacheln, auch Helena zu töten. Die fordernden Singstimmen wechseln in 80 kompakten Minuten zwischen exaltierten Ausbrüchen und rezitativischer Klarheit.

(Walter Weidringer)

Wiener Zeitung 

Manfred Trojahn deutet den Orest-Stoff entsetzlich gut, eine prächtige Partitur. (...) Nein, lustig war in den achtzig durchgehend entsetzlichen Minuten nichts. Dafür, oder gerade deshalb, erreichte die Besucher der Neuen Oper Wien im Museumsquartier entsetzlich gutes Musiktheater. (...) Schlicht gegenwärtig-zeitlos, schlüssig und in Personenregie solide die Inszenierung von Philipp Krenn, Ausstattung Nikolaus Webern. 

Hier stand Orest seiner Tat reflektierend gegenüber - Titeldarsteller Klemens Sander verkörperte einen mit sich kämpfenden Antihelden, sein facettenreicher Bariton deckte das gesamte Spektrum bestens ab. Jolene McClelands Elektra trieb den Bruder mit ihrem unbedingten Wunsch nach Vergeltung voran. Immense Kontrollsituationen wurden offenbar. Da konnte kein Onkel Menelaos dagegen an (super jämmerlich: Dan Chamandy), ebenso wenig die todgeweihte Tante Helena (wärmendes Timbre: Jennifer Davidson). Und Gott Apoll (Gernot Heinrich) entschuldigte nichts, sondern machte sich einen Spaß aus dem Leid des Täters. Erst das zarte Soprangemüt Hermiones (Avelyn Francis) holte Orest mit einfachem Blick auf den Boden der Selbstbestimmung zurück. 

Wunderbar kantable Momente, Kantilenen in den Bläser wurden von beinharten Dissonanzen (zeitweilig den klassischen Dialog Protagonist-Chor widerspiegelnd) abgelöst. Über allem die herrlich ausgefeilte Instrumentierung. Gewaltig groß, episch breit waren das Orchester der Neuen Oper Wien und der Wiener Kammerchor unter der profunden Leitung von Walter Kobéra zu erleben. Hingehen!

(Daniel Wagner)

Kurier

Trojahns Musik (...) wird vom "amadeus ensemble-wien" unter Walter Kobéra sehr differenziert und packend musiziert. (...) Dem Ensemble selbst wird darstellerisch und stimmlich bis in höchste Höhen und extreme Intervalle alles abverlangt: Klemens Sander ist ein intensiver Orest. Jolene McCleland eine ausdrucksstarke, teils überfprdernd wirkende Elektra. Jennifer Davison eine erotisch feine Helena, Avelyn Francis eine Hermione, die selbst die höchsten Töne trifft. Gernot Heinrich singt die Doppelfigur Apollon/Dionysos als geschminkter Clown mit leichtem Tenor und wenn er Letzterer ist, mit einer Handpuppe.

(Helmuth Christian Mayer)

Kleine Zeitung

Vor drei Jahren war in Amsterdam die fünfte Oper des deutschen Komponisten Manfred Trojahn uraufgeführt worden, ein Jahr später konnte die Zeitschrift "Opernwelt" über "Orest" als Uraufführung des Jahres berichten. Die österreichische Erstaufführung durch die Neue Oper Wien im Wiener Museumsquartier wurde nun ebenfalls bejubelt.

Trojahn schrieb eine trotz der Dramatik des Stoffes um Schuld, Sühne und Recht auch schöne Klänge nicht vermeidende Partitur, vom amadeus ensemble in gewohnter Qualität umgesetzt. Und er hat so gekonnt instrumentiert, dass der von ihm selbst verfasste Text fast durchgängig verständlich blieb.
Freilich war das auch ein Verdienst der unter dem Dirigat von Walter Kobéra famosen Sängerdarsteller.

(Ernst Scherzer)

Punch und Judy

Die Presse: Die verrückte Partitur ist bei Kobéra und dem Amadeus Ensemble in guten Händen: große Begeisterung in der Wiener Kammeroper. (Walter Weidringer)

Der Standard: Triumph des Killens "Punch and Judy" ist die erste Oper des englischen Komponisten Harrison Birtwistle. Das Libretto stammt von Stephen Pruslin. Das Stück wird von der Neuen Oper Wien (NOW) an der Kammeroper hochklassig in Szene gesetzt. (Stefan Ender)

Falter: Die Neue Oper Wien hat sich mit bemerkenswerten Sängerleistungen dem grandiosen Machwerk nun angenommen. Regie und Ausstattung gelingt es, die Killerorgien dieser Puppentheaterwelt mit schwarzem Humor erträglich zu machen. (Heinz Rögl)

Wiener Zeitung: Genüsslich blutrünstig. Ein anarchisches Spektakel. Prägnant und präzise gestalteten Walter Kobéra und das Amadeus Ensemble Wien bei der Premiere den scheinbar chaotischen Orchestersatz. Bemerkenswert bewerkstelligte das Sängerensemble, allen voran Richard Rittersmann als akrobatisch-aggressiver und wortgewaltiger Punch, diese Aufgabe. (Lena Drazic)

Salzburger Nachrichten: Vorbereitet war das Sängerpersonal bestens. Das Amadeus Ensemble entwickelte unter Kobéras Leitung im winzigen Orchestergraben beachtliche Qualitäten. (Ernst P. Strobl)

20 Jahre NOW

Biedermann und die Brandstifter

Šimon Voseček

Die Vielfältigkeit und die selbstverständliche Präzision von Voseceks Kompositionskunst beeindrucken: Die 90-minütige Oper hat, wie ihre literarische Grundlage, das Zeug zum Klassiker.

Von der klassischen Eleganz der 1920er-Jahre auch die Kostüme (Nele Ellegiers), beeindruckend mächtig sowie harmonisch sich in Sempers Architektursprache einfügend das Bühnenbild (Dominique Weisbauer), präzise die Zeichnung der Charaktere (Inszenierung: Béatrice Lachaussée): Frauen an die Bühnenmacht!

Die soliden künstlerischen Leistungen von Sängern und Musikern wie auch die außergewöhnlichen des Komponisten werden begeistert bejubelt. Eine ganz feine Sache. DER STANDARD (Stefan Ender)

Auch wenn – oder gerade weil – der Komponist vor Frischs finalem Brand aufhörte: Die Spannung im Raum schien schier unerträglich. Das lag bestimmt an der starken Besetzung. Stephen Chaundy als verzweifelt blöder Biedermann, Barbara Zamek-Gliszczynska als souverän mit untergehende Ehefrau, Tomasz Piêtak (Schmitz) und Till von Orlowsky (Eisenring) mimten grauslich diabolische Schufte. Dann natürlich das hysterische Dienstmädel Anna (Katharina Tschakert) und der klassisch dramatische Chor – auch in faschistoid anmutenden Knickerbockern konnte die engagierte Bürgerwacht/Feuerwehr das Unheil nicht abwenden.

Das weitere Operndebüt neben dem Komponisten: Béatrice Lachausée und ihrem Team gelang mit der geschmackvoll stringenten Regie eben im 30er-Jahre-Stil ein prächtiger Einstand. Sie machte im weitläufigen Semperdepot mit wenig Aufwand und substanzieller Personenführung viel Stimmung. Und schließlich das amadeus ensemble-wien unter Dirigent und Intendant Walter Kobéra, der sich mit dieser Produktion zum 20-Jahr-Jubiläum seiner Neuen Oper Wien ein schaurig schönes Geschenk machte. Unbedingt hingehen! WIENER ZEITUNG (Daniel Wagner)

PARADISE RELOADED (LILITH)

Peter Eötvös

(...) abwechslungsreiche 100 Minuten, in denen man dem (unter Walter Kobéras verdienstvoller Leistung) farbreich spielenden Amadeus Ensemble sowie einer sehr guten Sängerschar gerne lauscht – besonders Rebecca Nelsens empfindsamer Eva und der furiosen Lilith von Annette Schönmüller. Die Presse (Walter Weidringer)

Mit dem Amadeus Ensemble unter der Leitung von Walter Kobéra klingt alles blendend ausgeführt, un auch die vier großen Rollen sind mit Annette Schönmüller (Lilith), Rebecca Nelsen (Eva), David Adam Moore (Lucifer) sowie Eric Stoklossa (Adam) gut besetzt. DER STANDARD (Daniel Ender)

Gesungen wird exzellent und wortdeutlich mit Mikros, was zusätzliche Effekte erlaubt: Annette Schönmüller ist eine sehr erotische, expressive Lilith. Rebecca Nelsen singt Eva mit reinstem Sopran, mit allen extremen Höhen und Tiefen. Eric Stoklossa ist ein geschmeidiger Adam, David Adam Moore ein viriler Lucifer. Auch die kleineren Partien singen tadellos. Der Plot und die Sprache wirken sehr bedeutungsschwer und nihilistisch. Johannes Erath hat sie packend, symbolstark und dicht inszeniert. Kurier (Helmut Christian Mayer)

Kein Fehler, das Werk der Neuen Oper Wien zu widmen: INtendant Walter Kobéra stachelt sein Orchester ebenso zu intensität an wie die (mikrofonierten) Sänger. Annette Schönmüller imponiert als glutvolle Lilith, (...). Wiener Zeitung (Christoph Irrgeher)

junge oper wien - 2013

LILITH – rebellin. dämonin. frau.

Curlew River // The Prodigal Son

Benjamin Britten

Es ist dem Inszenierungsteam um Carlos Wagner und den Ausstatter Christof Cremer hoch anzurechnen, dass sie sich auf diese stark emotionale Ebene eingelassen haben. Die beiden Stücke wurden von ihnen mit einfachen Mitteln, sehr präzise und genau umgesetzt. (...) Das Premierenpublikum war schon zur Pause von dem Abend sehr angetan. (...) Die Besetzung war ausgewogen und sorgte ebenso wie das Orchester unter Walter Kobéra für eine gelungene Umsetzung. (...) Fazit: Viel Applaus für eine gelungene und empfehlenswerte Produktion. (Dominik Troger, operinwien.at)

Ein vorbildlicher (...) Opernabend, der zeigt, dass Spiritualität auch in der heutigen Zeit auf der Bühne einen Platz finden kann, ohne gleich verstaubt zu wirken. Vorausgesetzt, man hat die richtige Musik und das richtige Regiekonzept dazu. In der Wiener Kammeroper hat man beides. (Kleine Zeitung)

Walter Kobéra, der für seine Neue Oper Wien im Herbst gleich zwei Urufführungen ankündigt, hat hier mit dem amadeus ensemble-wien wieder einen bemerkenswerten Opernabend gestaltet. (Renate Wagner, der-neue-merker.eu)

Vorallem Alexander Kaimbacher und Peter Edelmann überzeugten mit strömendem Sound und mitunter delikaten Zwischentönen; Applaus auch für die expressive Leistung des Amadeus-Ensembles. (Christoph Irrgeher, Wiener Zeitung)

Peter Edelmann, Sebastian Huppman und Gernot Heinrich bieten als Solisten neben dem herausragenden Alexander Kaimbacher intensive, konzentrierte, überzeugende Gesangs- Schauspielleistungen. Walter Kobéra und dem amadeus ensemble gelingt Ähnliches auf musikalischem Gebiet. Eine erstklassige Produktion. In jedem Fall ein Gewinn. (Stefan Ender, Der Standard)

junge oper wien - Macabre

junge oper wien

Musikvermittlung im Zuge der Produktion "Woyzeck 2.0 – Traumfalle"

Le Grand Macabre

Die formidable, passend groteske Version der Neuen Oper Wien taugt natürlich als musikalische Einstimmung auf das, was da im Dezember von manchen erwartet wird. Es würde sogar irgendwann eine Wiederaufnahme verdienen.(...) Das amadeus-ensemble unter Walter Kobera meistert die schriffen Strukturen wie die irrwitzigen orchestralen Kulminationen und die kontemplativen Momente der raffinierten Partitur durchwegs (und bisweilen apokalyptisch) wirkungsvoll. (Der Standard, Ljubisa Tosic)

Herrlich jedoch, wie viel Schlagkraft, aber auch subtile Schönheit das "amadeus ensemble-wien" unter Kobéras Leitung für die komplexe Partitur aufbringt, in die Ligeti mit diebischer Freude von barocken Formennüber Serialismus bis zu Zeichentrick-Klängen alles verwoben hat. Herzlicher Jubel für das ganze Ensemble. (Die Presse, Walter Weidringer)

Eine Herausforderung, der sich Walter Kobéra und das amadeus ensemble wien routiniert angenommen haben. Gekonnt setzen sie die unterschiedlichsten Musikblöcke in ein dramatisches Ereignis. Der Klang war hervorragend und das Vokalensemble gut verständlich. (www.terz.cc, Andreas Karl)

Die Neue Oper Wien verfügt in ihrem Gründer und musikalischen Leiter Walter Kobéra über einen verlässlichen Garant für eine spannende Umsetzung musikdramtischer Werke der Nachkriegszeit. So wurde auch dieser Abend in musikalischer Hinsicht keineswegs zu einem musealen Ereignis, sondern zu einem außergewöhnlichen Klangerlebnis dank des engagiert musizierenden amadeus ensemble-wien, das zugleich spannend und witzig war und im begeisterten Applaus des Publikums am Ende dieser Dernière gipfelte. (Der Opernfreund, Harald Lacina)

Woyzeck 2.0 - Traumfalle

Markus Lehmann-Horn

Das Ensemble singt auf hohem Niveau, Klara ist bei Jennifer Davison in glänzenden lyrischen Händen. Und Neue-Oper-Wien-Chef wie -Dirigent Walter Kobéra und sein Amadeus Ensemble vermitteln profund, dass Komponist Markus Lehmann-Horn für atmosphärisch tragfähige Musik gesorgt hat, die punktuell Sinnlichkeit und Komplexität vereint. Stark auch die Musik zu Kernszenen, jenen Momenten der Brieflektüre, die Lehmann-Horn zu Dialogen zwischen Klara und dem noch hinter Gittern schmachtenden Georg (solide Johann Leutgeb) verwoben hat. Auch das mit (sich verkleinernden) Rahmen arbeitende Bühnenbild von Gilles Gubelmann. Es war Toll. (Der Standard, Lubisa Tosic)

Lehmann-Horns durch vile Stile kaleidoskopartig schimmernde Musik ist atmosphärisch dicht gearbeitet, sinnlich und ansprechend instrumentiert. Die Besetzung ist großartig: Jennifer DAvison als wunderschön tragische Klara, Johann Leutgeb als Furcht einflößender Georg. Dazu ein fünfköpfiges Theaterensemble und natürlich Walter Kobéra mit seinem eindringlichen amadeus-ensemble wien. (Kurier, Marion Eigl)

Die musikalisch auf Spannung und Emotionalität ausgerichtete Kammeroper - souverän und intensiv Walter Kobéra am Pult des amadeus ensemble-wien - wurde von ALexander Medem in der Ausstattung Gilles Gubelmanns dicht und effektvoll in Szene gesetzt. Die Besetzung der Neuen Oper Wien in der Wiener Kammeroper lässt keine Wünsche offen: in den Hauptrollen begeistern Jenifer Davison als Klara und Johann Leutgeb als Georg. Von großer Bühnenpräsenz sind Wilhelm Spuller, Sebastian Huppmann, Celia Sotomayor, Tomasz Pietak und Michael J. Schendinger. (Kronenzeitung, Florian Krenstetter)

Durchschlagender, großer Erfolg für die "Neue Oper Wien" von Walter Kobéra. (...) Die Neue Oper Wien unter Walter Kobéra kann sich zur Stückwahl und professionellen Produktion gratulieren. (Online Merker, Peter Dusek)

Baal

Friedrich Cerha

Walter Kobéra und seine Neue Oper Wien lassen sich nicht einschüchtern durch die enormen Anforderungen in allen Belangen, die Friedrich Cerhas "Baal" stellt - und schaffen damit wieder einmal eine eindrucksvolle Opernproduktion abseits der großen Häuser. (...) Am Pult seines mit allen stilistischen Wassern gewaschenen "amadeus ensemble wien" zeichnet Kobéra die expressive Bandbreite der Partitur hingebungsvoll nach (...). Sébastien Soulès gibt als Baal sein Bestes und stirbt mit Totaleinsatz (...). Michael Wagner (Ekart) und Gernot Heinrich (Johannes) regen kraft ihrer Partien, Elisabeth Lang (in sechs Rollen) kraft ihrer Wandlungsfähigkeit aus dem umfangreichen Ensemble heraus. Großer Jubel für alle, nicht zuletzt für den Komponisten. Walter Weidringer (DIE PRESSE)

Dirigent Walter Kobera setzt mit dem Amadeus Ensemble Wien den flächig-elegischen Grundton wirksam um, und auch die dramtischen orchestralen Zuspitzungen behalten in ihrer Heftigkeit Transparenz. Viel Applaus der Anwesenden, zu denen auch der erfreut wirkende Komponist zählte. Ljubisa Tosic (DER STANDARD)

Mit der Brecht-Oper "Baal" von Friedrich Cerha, 85.jähriger Jahresregent der Neuen Musik, heimste die Neue Oper Wien einen Publikumserfolg ein. (...) Sébastien Soulès legt den Unsympathler zwischen Rüpelrocker und Leidensfigur an. EIne energetische, stimmige Performance (...) (Die) musikalischen Facetten bringt das amadeus ensemble-wien unter der Leitung von Walter Kobéra zu eindringlichem Leben. Georg Leyrer (KURIER)

Zu Friedrich Cerhas 85. Geburtstag nach langer Zeit wieder einmal die Oper "Baal" als ein Chef d'Oevre zu präsentieren, wäre für jede größere Bühne Ehrenpflicht gewesen. Doch nur die Neue Oper Wien hat sich in dankenswerter Weise dieser Aufgabe gestellt. (...) Erneut hat sich Walter Kobéra als souveräner Anwalt zeitgenössischer Musik profiliert. Mit ruhiger Sicherheit leitet er sein amadeus-ensemble wien, das alle Facetten des einent schwierigen Orchesterparts aufblühen lässt. Ideal in Erscheinung und Spiel verkörpert Sébastien Soulès die Titelpartie (...). Mit seiner Inszenierung hat Leo Krischke gewiss ein Meisterstück geliefert. (...) Einmütiger Jubel dankte allen Mitwirkenden und dem anwesenden Komponisten. Gerhard Kramer (WIENER ZEITUNG)

GRAMMA - Gärten der Schrift

José Maria Sanchéz-Verdú

Ästhetisch ansprechend ist das Ganze durchaus, auf seine Art gut gemacht, auch wenn es sich einer konventionellen Form von Kritik entzieht. Die expressivste der sechs Szenen ist die Nr. 4, "Adonisgärten", und hier entfaltet auch die Musik ihre stärkste emotionale Wirkung.

Effektvoll das Schlussbild, wenn sich ein an der Decke hängender Sack zu einem Schlauch ausstülpt und den Tänzer verschluckt. Nicht zu vergessen das Ambiente des Semper-Depots, das mit seiner einzigartigen Architektur allein schon einen Besuch wert ist. (Kleine Zeitung, Harald Steiner)

Das Bühnengeschehen lässt vieles offen, versucht nicht, die Textebene zu erhellen, sondern setzt andere Akzente und eigene Bilder - ein praktikabler Weg, um diese Literaturoper halbwegs theatertauglich zu machen.

Dirigent Walter Kobéra und Regisseur Christoph Zauner ergänzen die Oper durch Musik: "The Unanswered Question" von Ives und Monteverdis "Lame d’Arianna" sind eine bekömmliche Beigabe zum auf musikalischer Seite überaus geglückten Abend. (Wiener Zeitung, Rainer Elstner)

Es sind nächtliche Gartenwanderungen, die man mit dem Amadeus-Ensemble unter der kundigen Führung Walter Kobéras unternimmt, die Streicher spritzen mit hellen Pizzicato-Tropfen um sich, zeichnen gleißende Sternschnuppen-Linien nach. In Garten Nummer drei rezitiert Adi Hirschal mit bemühtem Understatement Augustinus, mit Sakko und Fliege auf professoral ausgestattet wie im Disneyfilm, und ein Streichquartett zirpt solipsistisch mit dazu.

Auf einer kreisrunden Bühnenfläche im Semper-Depot, welche über einer gleich großen Wasserfläche liegt, bewegt sich ein Tänzer (Paul Lorenger), oft wie eine Marionette, deren Manipulatoren mal die Geräusche und Klänge von Sánchez-Verdú oder mal Sänger sind (Günter Haumer, Oliver Ringhahn und - famos - Bibiana Nwobilo). (Der Standard, Stefan Ender)

Mass

Leonard Bernstein

Mit Leonard Bernsteins Candide gelang der Neuen Oper Wien vor gut zehn Jahren eine Erfolgsproduktion, an der alles stimmte. Nun hat Intendant Walter Kobéra im Rahmen des OsterKlangs wieder bei Bernstein eine glückliche Hand bewiesen. (...) Zwischen dem in der Wiener Produktion vom brillanten Alexander Kaimbacher verkörperten "Zelebranten" und seiner Gemeinde kommt es zu Entfremdung und Konflikt, was hier auf besonders drastische Weise gezeigt wird. (...) Alle 14 (street people) von der kultivierten Opernstimme bis zur Rock-Röhre zeigen Individualität - nicht nur in ihrer immer neuen Lust und Verzweiflung, sondern auch vokal. (...) Walter Kobéra am Pult des amadeus ensebles-wien sorgt unter nicht ganz einfachen Bedingungen für Spritzigkeit und Emphase. Der Standard, 19.04.2011 (Daniel Ender)

Handlung gibt es eigentlich nicht, dennoch gelang es Hendrik Müller, diese "Messfeier" in höchst aussagekräftige Bilder zu verwandeln, Bilder, die die heutige Gesellschaft unmittelbar bedrohen. (...) Auch musikalisch bot der Abend großartige Leistungen. Allen voran ist der Hausherr der Neuen Oper Wien, Walter Kobéra, der mit dem amadeus ensemble-wien die Kammerversion von Bersteins wohl eigenwilligstem Werk unglaublich packend und stilistisch treffsicher umsetzte. (...) Alexander Kaimbacher war eine Idealbesetzung für den "Celebrant" und konnte stimmlich wie auch darstellerisch restlos überzeugen. Oberösterreichische Nachrichten, 19.04.2011 (Michael Wruss)

Die Jazzband und die wendigen Instrumentalsolisten deckten die Rock und Bluessongs der fabelhaften Akteure nie zu. Kobéra hielt alle Fäden in der Hand, modulierte schnell von innigsten Melodien zur urigen Blasmusik, von lärmender Straßenmusik zur Orgelbegleitung, wie im "Agnus Dei"(...) Solisten, großteils aus den Kaderschmieden der Wiener Hochschulen, widmeten sich den eingängigen Soul-, Jazz-, Rock-, und Pop-Einlagen, die Bernstein mit deftigem, solzialkritischem Text aus eigener Feder unterlegt hat, mit vollem Stimm- und Körpereinsatz, als wollten sie einander an die Wand singen und spielen. Die Presse, 19.04.2011 (Isabel Biederleitner)

Musikalisch bietet das Werk ein Kaleidoskop verschiedenster Stilrichtungen, sehr gut umgesetzt vom amadeus ensemble-wien unter der Leitung von Walter Kobéra. (...) Vokal herausstechend waren Bibiana Nwobilo und Rebecca Nelsen. Alexander Kaimbacher geht in der Rolle des Zelebranten voll auf. Kurier, 19.04.2011 (Marion Eigl)

Dantons Tod

Gerade mit dem pragmatisch angelegten, klar definierten Bühnenbild, den historisch geprägten Kostümen und der rundum spielfreudigen, auch in großen Szenen auf das Detail bedachten Regie (Leonard Prinsloo) ist es gelungen, die Szenen nahezu zeitlos und mit Fokus auf die vom Blutrausch verborgene Psyche der Protagonisten auf die Bühne zu bringen – und damit Raum für eigene Assoziationen zu schaffen.

Auch das von Walter Kobéra, Intendant und musikalischer Leiter in einer Person, mit Souveränität und Gestaltungswillen geleitete "amadeus ensemble Wien" erlangte vom Graben aus Präsenz. Von den auch schauspielerisch glücklich agierenden Solisten überzeugten vor allem Mathias Hausmann (Danton), Jennifer Davison (Lucile) und Rupert Bergmann (Saint-Just). DIe vielen Bravos des begeisterten Premieren-Publikums galten aber vor allem der schlüssigen Inszenierung und dem engagierten Ensemble. (NMZ online, 5.10. 2010) Michael Kube

Die Produktion der Neuen Oper Wien bestätigte, dass Gottfried von einem mit Dantons Tod ein zeitloses Meisterwerk geschrieben hat (...). Leonard Prinsloo hat eine packende, ohne falsche Aktualisierung zeitgemäße Inszenierung geschaffen. Großartig gesteigerte Massenszenen (Wiener Kammerchor), die Charaktere kennzeichnende Personenregie. (Österreich, 5.10.2010) Karl Löbl

Ein exzellent eingespieltes Orchester (Amadeus Ensemble Wien), einige schöne Stimmen (ausgezeichnet: Mathias Hausmann als Danton, Jennifer Davison als Lucile) sowie ein starker, hervorragend choreografierter Chor (Wiener Kammerchor) präsentierten ein dramatisches Bühnenwerk, dessen harte, bühnenwirksame Kraft von der Akustik der Halle E größtenteils verschluckt wurde. (Kurier, 6.10.2010) Daphne Springhorn

Doch die Oper ist, trotz des Sujets, frei von jedem revolutionären Anstrich, zweifellos bei einem Setting weit besser aufgehoben, das den historischen Rahmen zumindest andeutungsweise wahrt. Dies garantiert die pittoresken Kostüme von Saha Devi ebenso wie die Bühne von Gabriele Attl mit dem Tricolore im Hintergrund und archaischen Säulen auf einer erhöhten Fläche. Darunter gibt es Raum für die Inszene von Leonard Prinsloo, um Esszimmer oder Kerker anzudeuten oder den guten Wiener Kammerchor bei den Massenszenen in opulenten Tableaus voller Buntheit und quirliger Bühnengesten zu positionieren. In aller Buntheit ließ auch das Amadeus Ensemble Wien mit Dirigent und Neue-Oper-Wien-Intendant Walter Kobéra die Tableaus der Partitur entstehen. (Der Standard, 5.10.2010) Daniel Ender

In Wien war "Dantons Tod" zuletzt an der Volksoper zu erleben. Dieser Tage zeigt die Neue Oper Wien im Museumsquartier in der Halle E eine Neuproduktion - und der Besuch einer der verbleibenden vier Vorstellung sei an dieser Stelle nachdrücklich empfohlen. (...) Die Personenführung ist schlüssig, packend die Gestaltung der Massenszenen genau und ausgeklügelt die Choreographie. Regietechnisch geschickt wird der Bühnenumbau von den Protagonisten behutsam selbst vorgenommen. Großes Lob gebührt dem sängerisch wie darstellerisch stark agierenden Wiener Kammerchor (Einstudierung Michael Grohotolsky). (...) Walter Kobéra leitet ein präzises, mitunter sehr wuchtig aufspielendes amadeus ensemble-wien. (Wiener Zeitung, 5.10.2010) Marion Eigl

Campiello

Herwig Reiter // Peter Turrini

Venedig, wie es liebt und lacht und singt und swingt Der nüchterne Industriebau verfügt über eine sehr gute Akustik, das Bühnenbild war originell gestaltet, gesungen wurde ausnahmslos auf hohem Niveau, und zwar so, dass Turrinis wunderbar spritziges Libretto (frei nach Goldoni) auch zu verstehen war. Und die Musik bot mit einer Vielzahl von musikalischen Zitaten eine knallbunte, doch sorgfältig gestrickte Unterlage perfekt für Stimme und Stück. (...) Die Musik war eher traditionell, keine neue Musiksprache, aber ausgezeichnetes Handwerk und vom amadeus-ensemble unter der umsichtigen Leitung von Walter Kobéra lustvoll umgesetzt. (Daphne Springhorn, Kurier)

Ein schöner Premieren-Erfolg Die Musik mixt Barockes, Neoklassik, Jazz, Popiges zu einem orchestralen Fließband, gibt den Figuren Kontur und den Sängern die Möglichkeit zur vokalen Präsentation. Alles kling angenehm und konsumentenfreundlich. Dies gilt auch für die Inszenierung (Anselm Lipgens) in einem Bühnenbild (Gabriele Attl), das die Industrie-Architektur eines ehemaligen Expedits geschickt ausnützt. (...) Das Ensemble agiert ausgezeichnet, Walter Kobéra hat einmal mehr für präzise Einstudierung gesorgt. Schöner Premierenerfolg. (Karl Löbl, Österreich)

Viel Wirbel auf der Piazetta Entstanden ist zwar kein "modernes" Musiktheater, aber eine wohlklingendem gut sangbare Musik, die beim Publikum der Uraufführung in der Expedithalle großartig ankam. (...) Walter Kobéra von der Neuen Oper Wien, Regisseur Anselm Lipgens "mit Gespür fürs Geschichtenerzählen" und dem amadeus ensemble-wien gelang eine dichte Aufführung. Überzeugend das Sängerensemble. (Kronen Zeitung Wien)

Amüsantes venezianisches Plätzchen Peter Turrini hat die Vorlage Carlo Goldonis humorvoll in die Sprache und Gedankenwelt unserer Zeit übertragen und dadurch eigentlich ein Neues Stück entstehen lassen. Herwig Reiter hat dazu eine sehr bekömmliche, völlig tonale, ständig changierende Musik geschrieben (...). Sie wird vom amadeus ensemble wien unter dem Leiter der Neuen Oper Wien Walter Kobéra engagiert umgesetzt. Bei den mit melodiösen Arien ausgestatteten Protagonisten, die in der temporeichen, amüsanten Regie von Anseml Lipgens sehr spielfreudig agieren und recht gut singen, stechen die köstliche Karin Goltz, Hege Gustava Tjonn und der geckenhafte Andreas Jankowitsch hervor. (Helmut Christian, Kleine Zeitung)

Lustiger Dorfplatz der Operngefühle Ein vertiefender Figurenblick gelingt Regisseur Anselm Lipgens öfters und dies natürlich auch dank des guten Ensembles (...), um das herum eine gekonnt tänzelnde tonale Musik für Atmosphäre sorgt. Das amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra setzt diesen Mix aus Gershwin, Polytonalität, Musical, Operettenseligkeit und Kurt Weill delikat um. (Ljubisa Tosic, Der Standard)

Die Stehaufweibchen von Favoriten Die Wahl des Spielortes ist stimmig: Carlo Goldonis "Campiello", den Peter Turrini 1982 bearbeitete, spielt ja in einer der schäbigeren Ecken Venedigs, rund um ein "Plätzchen", auf das sich Touristen nur verirren, wenn sie sich tatsächlich verirren. (...) Reiter hat dem Turrini-Text eine harmonisch brace, aber dennoch abwechslungsreiche, pointiert-gewitzte und klug instrumentierte Musik beigegeben, ohne Scheu vor Stil-Zitaten aus Jazz, Älplerischen, Operette oder Musical. Auch die Umsetzung durch Walter Kobéra und das Amadeus-Ensemble gelang durchaus entsprechend. (Helmar Dumbs, Die Presse)

(...) grandios adaptiert, famos inszeniert (Anselm Lipgens), traumhaft musikalisch unterlegt und mit der Konvention an den richtigen Stellen brechend! Die den Personen zugeordneten Melodien gehen beispielsweise bei den Duetten der Liebespaare geschickt ineinander über oder werden, der Ironie halber, schlichtweg getauscht. Komödiantisch und beschwingt sind die dem Genre entsprechenden Musikstücke - ohne in Mozart-Kitsch zu verfallen. Herwig Reiters Kompositionen leben dabei vom stetigen Wechsel zwischen Rezitativ und Arie. Mit Tanz und Jazz-Anklängen untermalt, entsteht schnell eine authentische Stimmung, die, trotz ihres bunten Zusammenspiels, ein italienisches Flair evoziert. Bravo! (Mangiapia, k2 kulur in centrope)

Schlafes Bruder

Herbert Willi // Robert Schneider

Hier leistet der Abend in der Regie von Leonard Prinsloo, in dem absolut abstrakten Bühnenbild von Monika Biegler (mehrere kubusartige Strukturen nebeneinander) ganz Besonderes, wenn diese beängstigende Umwelt auf Elias einstürzt und sich das große Gleichnis von der Einsamkeit des Genies aufs Nachdrücklichste entfaltet. (...) Es ist eine prächtig inszenierte Geschichte, die doch nur durch die Musik von Herbert Willi möglich wird. (...) Man sagt dieser Musik nichts Schlechtes nach, wenn das eine oder andere aus Vorgaben von Wagner oder Mahler herausentwickelt scheint, eine Musik, von strahlenden Trompetentönen (Solo-Trompete: Joe Hofbauer) getragen, die sich geradewegs in das Herz des Zuhörers hackt. (Dr. Renate Wagner-Wesenmann, Vorarlberger Nachrichten)

Ertrunken in der Welt der Klänge Tonlandschaften öffnen sich, eine Welt der Geräusche bricht auf. Alles im Leben des jungen Elias wird Klang, der als Sturmböe über den Burschen hereinbricht: Herbert Willis Oper "Schlafes Bruder" nach Robert Schneiders Erfolgsroman wird in Leonard Prinsloos Regie von der Neuen Oper Wien aufgeführt. (...) Musikalisch gefällt die Aufführung dank ausgezeichneter Solisten, dem amadeus ensemble und dem Sprechchor der Neuen Oper Wien unter Walter Kobera durch Dichte, Klangfrische, leuchtende Farben. Gernot Heinrich als sich verweigernder Träumer Elias auf seiner Hörreise in dem Tod erntete ebenso viel Beifall wie alle anderen: Leonid Sushon als berührendes Eliaskinde, Judith Halasz` lustvolle Elsbeth, Thomas Weinhappels leidenschaftlicher Lukas mit schönem Bariton, Michael J. Schwendingers liebender Peter, Harald Wurmsdoblers Corvinius oder der Solotrompeter Joe Hofbauer. (Karlheinz Roschitz, Kronen Zeitung Wien)

Dirigent Walter Kobéra und das Amadeus Ensemble-Wien gestalten diese aufregende Klangreise intensiv und ursprünglich. Schon die Töne des Prologs sprengen mit einer explosiven Kraft fast den Raum, die ganze Partitur klingt fein abgestimmt und äußerst konzentriert. Darstellerisch wie auch stimmlich agieren alle Protagonisten mit unmittelbarerer Überzeugungskraft. Gernot Heinrich leidet und rebelliert als Elias eindringlich, Judith Halász, eine liebliche Elsbeth, die ihre Liebe einem Sexrausch opfert, den sie mit Thomas Weinhappel (Lukas) äußerst authentisch spielt, (...) (Midou Grossmann, www.klassik.com)

Die vielen Würfel, die der hochsensible Elias (vokal glänzend Gernot Heinrich) zu begehen und zu bewohnen hat, ergeben ein dynamisch-abstraktes Bühnenambiente (Monika Biegler), das Klarheit wie Spannung schafft (...). Das Ensemble (...) war gut, und das Amadeus Ensemble Wien unter Walter Kobera spielt bei Schlafes Bruder von Herbert Willi im Energischen seine Stärken aus. (Lubisa Tosic, Der Standard)

Jetzt hat sich die Neue Oper Wien dieses Einakters in einem Prolog und acht Szenen und Epilog, der in dieser Fassung bereits im März 2008 am Stadttheater Klagenfurt zu sehen war, angenommen. In der Regie des mit der Neuen Oper schon seit Jahren eng zusammenarbeitenden Leonard Prinsloo. Er versucht, angeregt durch die unterschiedlichen Bewegungsabläufe der Musik, die Szenerie vor allem choreografisch einzufangen. Umso dramatischer präsentierte er die sich unterschiedlich entwickelnden Liebesbeziehungen von Elsbeth zu Elias und Lukas. Sorgfältig einstudiert präsentiert sich das von Walter Kobéra geführte, das vielschichtige Lineament des Stückes mit viel Faible für Details herausarbeitende amadeus ensemble-wien. Bei den Solisten – voran die Darsteller von Eliaskind (der hochbegabte erst achtjährige Leonid Sushon), Elias (der konturiert artikulierende Gernot Heinrich), Elsbeth (die emphatisch gestaltende Judith Halász) und Kurat (der auch als Sprecher markante Stephan Rehm) – stand weniger die individuelle Gestaltung als eine in sich geschlossene Ensembleleistung im Vordergrund. (Walter Dobner, Die Furche)

The Last Supper

Harrison Birtwistle // Robin Blaser

Die Aufführung der Neuen Oper Wien beeindruckt. Walter Kobéra nützt seine reiche Erfahrung als Interpret zeitgenössischer Musik, um mit dem amadeus ensemble Birtwistles vielschichtiger Partitur, in der sich abendländische Musikgeschichte von der niederländischen Motettenschule über Bachs Passionen bis zu Luigi Nonos 'Prometeo' in Anspielungen (nicht Zitaten) synästhetisch anbietet, gerecht zu werden. Und Regisseur Philipp Harnoncourt bezieht den ganzen Raum des Semperdepots in seine dichte Inszenierung ein, lässt seine hingebungsvolle Singdarstellerriege teils inmitten der Zuschauer agieren. (Opernwelt)

Ein schlichtes Podium mit dem Tisch für die zwölf Apostel und Jesus, darüber ein in die Höhe ragender Turm diente im Semperdepot als Szenereie für Philipp Harnoncourts unaufdringliche Inszenierung. Walter Kobéra mit seinen Ensembles der Neuen Oper Wien garantierte im Zusammenspiel mit dem ausgewogenen Solistenensemble eine engagierte Realisierung der Partitur. (Österreichische Musikzeitschrift)

Ein tolles Ensemble setzt Harrison Birtwistles Musikideen intensiv um. Eine ambitionierte Produktion zu einem gewichtigen Thema. (Der Standard)

Die Neue Oper Wien hat diesmal unter der Regie von Philipp Harnoncourt, dem Sohn des berühmten Dirigenten, und einem Bühnenbild von Susanne Thomasberger (Kostüme: Linda Redlin) das Semperdepot in ganz neuer Form zur Bühne des Lebens avancieren lassen. Motor der hochinteressanten, vor Lebendigkeit und Energie strotzenden Aufführung ist einmal mehr Walter Kobéra. Der mit seinem Amadeus-Ensemble und dem Chor der Neuen Oper Wien die durchaus ansprechende Partitur von Birtwistle zum Leben erweckt. (Der Neue Merker)

Blasers Libretto und die hochexpressive serielle Musik Birtwistles erfahren in der musikalischen Leitung durch Walter Kobéra und durch Regisseur Philipp Harnoncourt eine ideale Wiedergabe, wobei die Architektur des Semperdepots (Bühne: Susanne Thomasberger, Kostüme: Linda Redlin) eine wichtige Rolle spielt. Hervorgehoben werden müssen das ambitionierte amadeus ensemble-wien, der Frauenchor und die hervorragenden jungen Sänger. Ein erfreulicher Leistungsbeweis der Neuen Oper Wien. (Kronen Zeitung Wien)

Von einem Geist (Jennifer Davison) ins Jahr 2000 geholt, werden die Jünger Jesu aufgefordert, ihr Leben nach dem Weg nach Gethsemane zu schildern. Im Semper-Depot gelingt dies allen Sänger-Darstellern eindringlich dank überzeugender Personenführung durch den Wiener Regisseur Philipp Harnoncourt. Walter Kobéra ist mit seinem amadeus ensemble-wien ganz in seinem Element. (Kleine Zeitung)

Zu alldem gesellt sich nun Philipp Harnoncourts Inszenierung. Sie setzt den Tumult in viel Bewegung um - was nur adäquat ist. Hier prangt ein Turm im Zentrum. Schon imposant, wie er den hohen Raum nützt, wie er Stimmen mystischen Hall verleiht. Suggestiv auch jene eingebrochene Tafel, die erst instandgesetzt werden muss für das erneute Mahl. Und auch Birtwistles tönende "Tableaux" bieten dann manchen dramatischen Moment, der genützt wird: Alexander Puhrer zürnt mit prägnantem Jesus-Bariton Übeln wie genetischer Selektion; eine füllige Petrus-Stimme (Rupert Bergmann) gebietet Lynchgelüsten gegenüber Judas Einhalt; und Letzterer (Ladislav Elgr) betont glühend die Gottbefohlenheit seiner einstigen Tat. Mit stimmlichem Hochdruck glänzt nicht zuletzt auch Jennifer Davison. Applaus für die Sänger und das amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra. (Wiener Zeitung)

FUGE – UNFUG – E

Dieter Kaufmann

Die Musik soll nach Kaufmann "akustisches Bühnenbild" sein. Und tatsächlich umrahmt sie diese Jelinek-Auseinandersetzung mit dem in einer Anstalt gelandeten Dichter Robert Walser als bisweilen flächig-statisches, dann wieder opulent sich dahinschwingendes Gebilde, das vom "amadeus ensemble wien" unter Walter Kobera energetisch aufgeladen umgesetzt wird.

In Elliott Carters Kammeroper What next? finden sich sechs Personen nach einem Autounfall ratlos in einer schräg postierten weißen Box, die passenderweise keinen sicheren Halt bietet (Ausstatterin: Katrin Connan). Hat man überlebt? Wie sind die Beziehungen zueinander? Das enigmatische Geschehen hat Erath dicht inszeniert, er profitiert auch davon, ein sehr gutes Ensemble zur Verfügung zu haben. (Der Standard)

Überhaupt besticht der Abend der Neuen Oper Wien durch die ideenreiche Regiearbeit von Johannes Erath, der auch "What next?", die einzige Oper des heuer hundertjährigen amerikanischen Komponisten Elliott Carter, mit großem Ideenreichtum davor bewahrt, trotz kurzer 45 Minuten lang zu werden. (Vorarlberger Nachrichten)

What next?

Elliott Carter

Die Musik soll nach Kaufmann "akustisches Bühnenbild" sein. Und tatsächlich umrahmt sie diese Jelinek-Auseinandersetzung mit dem in einer Anstalt gelandeten Dichter Robert Walser als bisweilen flächig-statisches, dann wieder opulent sich dahinschwingendes Gebilde, das vom "amadeus ensemble wien" unter Walter Kobera energetisch aufgeladen umgesetzt wird.

In Elliott Carters Kammeroper What next? finden sich sechs Personen nach einem Autounfall ratlos in einer schräg postierten weißen Box, die passenderweise keinen sicheren Halt bietet (Ausstatterin: Katrin Connan). Hat man überlebt? Wie sind die Beziehungen zueinander? Das enigmatische Geschehen hat Erath dicht inszeniert, er profitiert auch davon, ein sehr gutes Ensemble zur Verfügung zu haben. (Der Standard)

Überhaupt besticht der Abend der Neuen Oper Wien durch die ideenreiche Regiearbeit von Johannes Erath, der auch "What next?", die einzige Oper des heuer hundertjährigen amerikanischen Komponisten Elliott Carter, mit großem Ideenreichtum davor bewahrt, trotz kurzer 45 Minuten lang zu werden. (Vorarlberger Nachrichten)

Eine Marathon-Familie

Isidora Zebeljan

Zebeljans fiebrig-hektische, mit witzigen Stummfilmgeräuschen angereicherte Musik, fliegt einem wie ein explodierendes Fass Sliwowitz um die Ohren. Unter den absolut fabelhaften Solisten seien stellvertretend für alle Marco di Sapia, der den ständigen Wechseln von Kopf- zu Bruststimme grossartig und ausdrucksstark meistert, und die mit feinsten Koloraturen brillierende Jowita Sip gelobt. (Volksblatt Liechtenstein)

Nicola Raab vertraut in ihrer Umsetzung auf den Witz des Stücks und ein teilweise sehr präsentes Ensemble. Ein skurriler Abend voll Schwung, Sprach- und Musikwitz. (Kurier)

Nicola Raab hat den Irrsinn flott und deftig inszeniert, als Mitregisseur fungiert die Musik. Sie ist einer auf Kulmination des Skurrilen angelegten Repetitionsstilistik verpflichtet, die ein gutes Ensemble und ein beachtliches Orchester herzhaft umsetzen. (Der Standard)

Das Team um Regisseurin Nicola Raab fand eine originelle Lösung für das Werk. Und das Sängerensemble (u.a. Alfred Werner, Walter Raffeiner, Marco Di Sapia, Jowita Sip und Karin Goltz) war hervorragend. (Kronenzeitung)

Eine ganz wichtige Rolle für den Erfolg der Aufführung spielte die Inszenierung (Nicola Raab), die mit stummfilmhaftem Slapstick der Vorwärtsbewegung der Musik um nichts nachsteht. Aus dem homogenen Ensemble stach vor allem Mirko T. hervor, gesungen und gespielt von Marco Di Sapia, mit gut sitzender, sehr flexibler Stimme. (www.operinwien.at)

Wie die Geschichte dann im Detail abläuft, das verfolge man am besten selbst, denn allein das Tempo oder das dichte Personenspiel in dieser Holzbaracke wie auf echter Erde sind bereits ein Vergnügen. Dies alles derart bruchlos mit dem tollen Spieler- und Sängerensemble (...) zu bewältigen, ist sehr viel und wurde mit großem Applaus bedacht. (Vorarlberger Nachrichten)

Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

Detlev Glanert

Am meisten gewinnt das bissige Werk durch die phantasievolle Umsetzung der interessanten Partitur durch das amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéras Leitung. Wenn da einer die Stimmung anheizt, ist er es. (Kronen Zeitung Wien)

Scherz, Satire, Ironie und zeitgenössische Musik: Die Neue Oper Wien serviert eine Grabbe-Vertonung als frech-fröhliche Apokalypse. Die österreich-Premiere im Museumsquartier geriet zum Erfolg, einer schwungvollen Inszenierung von Nicola Raab und einem motivierten Ensemble sei es gedankt. (Die Presse)

Walter Kobéra leitete mit großer Lust, die Verästelungen der Partitur freizulegen, das ausgezeichnete amadeus ensemble-wien schuf damit idealen Nährboden für das insgesamt sehr homogene Sängerensemble. Viel Applaus für die gelungene Aufführung. (Oö Nachrichten)

Das amadeus ensemble musiziert untadelig, und auch die Sänger waren gut besetzt. Gelungen war auch die Inszenierung von Nicola Raab mit ironisch auf die Theaterwelt zielenden Seitenhieben und einer Choreografie von Nikolaus Adler, die für etwas Pepp sorgte. (Der Standard)

Tea

Tan Dun

Die Neue Oper Wien liefert dem begeisterten Premierenpublikum nur gute Gründe für entrücktes Mitgehen. Dirigent Walter Kobéra, sein vorzügliches amadeus ensemble-wien, Christof Cremers „klassische“ Ausstattung sowie die stimmungsvolle Inszenierung von Carlos Wagner bleiben der Poesie des Werks mit der nötigen Ausdauer auf der Spur. (Die Presse)

Walter Kobéra am Pult des amadeus ensemble-wien weiß mit diesen raschelnden, sanft schwellenden und sich verflüchtigenden Klanglandschaften perfekt umzugehen. Jeder Moment hat da seine Reize. Carlos Wagner hat mit Christof Cremer ein Ritual entwickelt, das sich perfekt in den Raum des Semper-Depots einfügt. Ein eindrucksvoller, vom Publikum akklamierter Saisonstart! (Kronenzeitung)

Regisseur Carlos Wagner hat für das Mindestmaß an Handlung betörend schöne Bilder gefunden, die feine Ausstattung stammt von Christof Cremer). Eine visuell betörende Reise in fremde Kulturen. (Kurier)

Tan Duns Musik wird vom amadeus ensemble-wien und Chor lebhaft musiziert. Doppelt bewundernswert die Sänger: Das Gros singt exzellent und engagiert. Klemens Sander wechselt virtuos zwischen Bariton und Falsett, Steven Gallop schallt klar und kernig, Cornelia Horak gibt eine glühende Prinzessin mit dynamischer Feinabstufung. (Wiener Zeitung)

Tea von Tan Dun sorgt für jubelnde Zuhörer. (Kleine Zeitung)

Die „Seele“ des immer ambitionierten Unternehmens, das sich Neue Oper Wien nennt und das Musikleben der Stadt so bereichert, steht regelmäßig am Dirigentenpult des amadeus ensembles-wien und heißt Walter Kobéra. „Tea“ ist nicht unbedingt einfach zu rezipieren, aber dass Tan Dun wieder etwas Besonderes gelungen ist, kann man nicht abstreiten. (Der Neue Merker)

Triptychon

Gerhard Schedl

Alle Singdarsteller der Trilogie und die Musiker des amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra sind beeindruckend in dieser dichten Produktion, die in Erinnerung bleiben wird. (Süddeutsche Zeitung)

Es ehrt die Neue Oper Wien, dass sie jetzt mit einer Neuinszenierung von Schedls „Triptychon“ an diesen ebenso hochbegabten wie überaus erfolgreichen österreichischen Komponisten erinnert. Das Regiekonzept ist glänzend aufgegangen: Beklemmend wirkt das hautnahe Miterleben beim „Kontrabass“, virtuos, für manchen vielleicht zu schrill, ist das Schlussstück arrangiert. Mit Feuereifer und hervorragendem Gelingen sind die Ausführenden bei der Sache, Walter Kobéra leitet mit Umsicht sein bewährtes amadeus ensemble-wien. Der Premierenerfolg ließ nichts zu wünschen übrig. (Die Presse)

Wer Gerhard Schedls Triptychon erfolgreich auf die Bühne bringen will, braucht eine auf die Raummaße zugeschnittene Inszenierung, eine hervorragende Besetzung der Titelpartien und ein Orchester, das dem Klangzauber der drei Operneinakter voll vertraut. Walter Kobéra und seinem Team ist das alles sehr überzeugend gelungen. Johannes Erath erreicht durch sparsam eingesetzte Mittel, dass die Spannung durchgehalten wird. Besonders erwähnenswert ist seine herausragend psychologische Deutung des „Kontrabass“. (Kronenzeitung)

Schedl vielschichtige und vielgesichtige Musik hinterlässt großen Eindruck. Auch weil allen Solisten in der Inszenierung von Johannes Erath und in der musikalisch idealen Umsetzung des amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra eine sprühende und mit unmittelbarer Kraft packende Aufführung gelingt. (Falter)

Die drei zwischen 1982 und 1990 geschriebenen Kammeropern werden in der Inszenierung von Johannes Erath zu einer sowohl im Gestus als auch in der Raumeinbeziehung (Bühne: Stefan Heinrichs) sich mehr und mehr intensivierenden Einheit konzentriert. (Der Standard)

Die Neue Oper Wien nahm sich des bewegenden Dreiteilers an, mit Ernst, aber doch verspielt, sparsam in der Ausstattung, aber stark in der Darstellung und vor allem musikalisch sorgfältig. Hörens- und sehenswert! (Wiener Zeitung)

Walter Kobéra dirigiert das dynamische amadeus ensemble präzise. Die Bühnenlösung ist gelungen originell. (Kurier)

Vom skurrilen Kellner-Ballett, über den Ober, der den bestellten „Schas, sehr heiß“ in der Klomuschel serviert, bis zum antisemitischen Kavalier entfalten Musik und Bühnengeschehen rabiateste Wirkung. (APA)

Literatur-Opern im Mini-Format, anregend und anspruchsvoll zugleich. Aufrührend bis verstörend. Die Besetzung stimmt bis zur kleinsten, schrägen Kellner-Type, musikalische und szenische Realisierung fügen sich perfekt ineinander. Schon der optischen Gegebenheiten wegen wird man den Abend nicht so schnell vergessen. Gut möglich, dass er in der Erinnerung einmal „Kult“-Charakter annehmen wird. (Der Neue Merker Online)

Gerhard Schedls Opern-Einakter wurden gefeiert. (Kleine Zeitung)

Radek

Richard Dünser

Festspielpublikum bejubelt alles an der Opernaufführung von Richard Dünser. (VN Vorarlberger Nachrichten)

The unlikely subject for Richard Dünser's masterful Radek (a coproduction with the Bregenz Festival, seen August 13) is the rocky life of communist demagogue Karl Radek. […] Thomas Höft's taut, literate, poetic libretto offers a dozen episodes from Radek's life, bookended by a prologue and epilogue from which the prisoner's flashbacks spring. Dünser's richly orchestrated score (brought to vivid life by Walter Kobéra and the Wiener Concert-Verein) is atonal but falls easily on the ear, with vocal lines both lyrical and haunting. […] Much credit is due to Gil Mehmert's miraculous, inventive production, which has not one extraneous moment. […] In the marathon title role, baritone Georg Nigl delivers a complex, intense portrait of a man obsessed with ideals that eventually lead to his destruction by the party he helped to create. Nigl's heroic, ongoing commitment to contemporary music makes Austria's cultural life far richer. […] If you haven't seen a new opera lately, this is one not to be missed. (Opera News)

Radek: Brennende Kälte. Die Koproduktion mit der Neuen Oper Wien begeisterte. [...] Der Wiener Concert-Verein unter Walter Kobéra bringt die hervorragende Musik Richard Dünsers zum Leuchten. Langer Beifall und viele Bravos. (Neue Vorarlberger Tageszeitung)

Premierenerfolg für „Radek“. Das Stück über eine der politischen Schlüsselfiguren des 20. Jahrhunderts wurde von Kritik und Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen. [...] Georg Nigl ist dann auch der unumstrittene Star des Abends. Die unglaublich lange und technisch anspruchsvolle Partie bewältigt er scheinbar mühelos, gibt den Radek auf eine erschütternd realistische Art. (ORF Vorarlberg)

Don Juan kommt aus dem Krieg

Erik Højsgaard

Tadellos exekutiert wird die Koproduktion des Klangbogens und der Neuen Oper Wien sowohl von Dirigent Walter Kobéra als auch von den Solisten (Christian Miedl, Rebecca Nelsen, Petra Simkova, Ulla Pilz, Anna Hauff u.v.a.) auf den abgeschrägten Quadern der Einheitsbühne von Paul Zoller.
(Falter)

Das amadeus ensemble-wien scheint sich als Fixstern am zeitgenössischen Musik-Himmel zu etablieren – unter Dirigent Walter Kobéra sorgen die Musiker dafür, dass die technischen Aspekte der Partitur nicht zu sehr im Vordergrund stehen. Liebe zum Detail zeichnet die Inszenierung von Mascha Pörzgen aus: Sie lässt die acht Darstellerinnen auf und zwischen großen roten Kuben (Bühnenbild: Paul Zoller) spielen.
(Die Presse)

Für Intensität sorgte dabei ein sympathisch engagiertes Ensemble mit Christian Miedl (Don Juan) [...] Insgesamt geriet diese Uraufführung der Neufassung von Højsgaards 1992 in Odense gezeigtem Opus somit zu einem willkommenen Lebenszeichen der Neuen Oper Wien.
(Der Standard)

Højsgaard schafft Atmosphäre und Stimmung, schichtet ausgiebig Zitate, Klänge und Rhythmen übereinander. Eine schwierige Partitur, die Walter Kobéra und das amadeus ensemble konzentriert bewältigen.
(Wienerzeitung)

Requiem für Piccoletto

Dieter Kaufmann

Schwieriger Mix souverän gemeistert Kaufmann teilt Winklers Prosatext "Natura morta" in der Produktion der Neuen Oper Wien auf Sprecherin (beeindruckend Gunda König), Sprecher, Sopranistin und achtstimmiges Ensemble auf. [...] Regisseur Alexander Kubelka führt den sprechenden Piccoletto (jung und schön Manuel Rubey) und ein blindes Mädchen (vokal schwindelsicher Jowita Sip) ein. [...] Das absolute Virtuosenstück vollbringt Elena Denisova an der Sologeige, die als Akteurin auf der Bühne fast zwei Stunden lang Schwierigstes bietet.
(Kleine Zeitung)

"Requiem für Piccoletto" […] von der Neuen Oper Wien im Wiener Museumsquartier uraufgeführt. Ein Erfolg. [...] Auszüge aus Kaufmanns im Gegensatz zum sonstigen Klangtheater im Gestus sehr ruhigen "Missa povera" treffen auf mehr assoziative Bilder wie flügelschlagende Engel oder eine Kitschmadonna. Mozart ist quasi nur als ferner Beobachter präsent. [...] Die Bilder, sie waren an diesem Premierenabend auf ihre Weise ja wirklich bezaubernd schön.
(Der Standard)

Kaufmann beginnt zwar mit zartem Kammerspiel (musikalische Leitung Walter Kobéra), mit Sologeige (Elena Denisova) und Sologesang (Jowita Sip ist einsame Klasse: stimmlich – schlafwandlerisch sicher in der Intonation, metallen klare Stimme – und schauspielerisch). Aber nach und nach wird ein großes Orchester- und Chorspiel daraus. Vor allem im zweiten Teil, wo Winklers in Vatikan-Besuche verpackte plumpe Kirchenpolemik und der Tod Piccolettos als (kirchen-)musikalische Montage aus Tragik und Travestie daherkommen. Eindrucksvoll!
(Die Presse)

Zauberflöte 06

Thomas Pernes

Hitverdächtig. Die "Zauberflöte 06" von Thomas Pernes
Neue Musik mit Hitpotenzial. [...] Tamino (toll: Alexander Kaimbacher) gibt eine Arie zum Besten, die man glatt nachpfeifen könnte. Die Königin der Nacht (Gerhard Karzel, ein Schauspieler) singt eine berührende Kanzone mit Auszügen aus dem Hohelied, die sich anhört, als hätte Mozart die Romantik nicht nur angedacht, sondern vollendet. Moderne Elektronik und jazzige Grooves (vom Band) legen Zeugnis ab von der unglaublichen musikalischen Polyglossie des Komponisten.
(Die Furche)

Pernes legt eine farbige Partitur vor, die in melodischen Klangflächen und markanten Ausbrüchen ihre Höhepunkte hat. [...] Dirigent Walter Kobéra verwirklicht mit dem amadeus ensemble-wien Pernes' differenzierte Ideen als anfeuernder Sachwalter.
(Kronen Zeitung)

Da ist Mozart im Original, da sind elegische Lieder, freejazzige Einspielungen wie auch herzhaft stampfende Clubbingklänge. Und das tadellose amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra wird auf adagioartige Wellen der Melancholie eingeschworen.
(Der Standard)

Le Balcon

Peter Eötvös

Was den Abend […] zu einem Gewinn bringenden Erlebnis macht, sind die schauspielerische Lust, mit der alle die Ideen des Regisseurs lebendig machen, die professionelle Ausstattung und die pfiffigen Kostüme. Und, zu guter Letzt, der instrumentale Beitrag des Amadeus Ensembles, das unter Walter Kobéra die in vielen Stilen changierende Musik Eötvös' die zwei Stunden des Abends unter Spannung hält.
(Salzburger Nachrichten)

Anna Clare Hauf (Hausleiterin Irma), Jowita Sip und Maida Karisik (Belegschaft) erfreuen mit Verve und Sangeslust, dank Freiern und Eindringlingen ist's ein befruchtendes Zusammenspiel. Vital tönt das amadeus ensemble-wien, wie immer unter der Führung Walter Kobéras, dem Chef des freien Operntrupps.
(Wiener Zeitung)

Bühnenbildner Christof Cremer stellt einen zweigeschossigen Zimmersetzkasten auf die Bühne, der aus sieben Zimmern besteht. Eine gute Idee, die optische Effekte zulässt, Atmosphäre hat.
(Kronen Zeitung Wien)

The Knot Garden

Michael Tippett

Mit erhitzter Dramatik, unsentimental lyrischer Schönheit und schlüssig eingebundenem Fremdmaterial (Blues, ein verfremdetes Schubert-Zitat, u.a.) schürft Tippet da erfolgreich nach dem Gold psychologischer Feinzeichnung. [...] Sicher und mit Verve führte Walter Kobéra sein "amadeus ensemble wien" durch die starke und komplexe Partitur, die dennoch an der Oberfläche spontan verständlich bleibt. [...] 90 Minuten dichtes Musiktheater.
(Die Presse)

In Wien wählte der Engländer Wally Sutcliffe für seine dichte, durch vorzügliche Figurenzeichnung und Darstellerführung ausgezeichnete Inszenierung das Ambiente einer Penthouse-Party, bei der die Protagonisten einander mit ihren Problemen bedrängen.
(Süddeutsche Zeitung)

The treacherous music is laden with melismas and coloratura, and the cast is simply, astoundingly perfect, especially Alexander Kaimbacher's lovesick Dov, Magdalena Anna Hofmann's haughty Thea and Rebecca Nelsen's devastatingly on-target Flora. This is as good as opera gets.
(Financial Times)

Viel Applaus für die Protagonisten und Jubel für das Orchester, dem amadeus ensemble-wien, das unter Walter Kobéras Führung Michael Tippetts Musik, die auf Mozart- und Schubert Melodien genauso zurückgreift wie auf Rock- und Jazz-Klänge und dennoch eine eigene, persönliche Tonsprache findet, lodern lässt.
(Internationaler Kulturdienst München)

Orfeo

Christoph Cech / Claudio Monteverdi

Cech versteht es, bei der Uraufführung in der Wiener Remise durch fragmentarische ästhetik zu bezaubern: Barocke Passagen werden von sirrenden Streichern, luftigem Bläsergezwitscher, verfilzt-vertrackten Rhythmen umspielt, tauchen immer wieder aus Tiefenschichten hoch.
(Wiener Zeitung)

Cech ist das Kunststück gelungen, das alte Werk kommentierend neu nachzuschaffen, mit großer Sensibilität, mit ebenso großem Können und mit einem eminenten Gespür für die musikalische und dramaturgische Gratwanderung. [...] Die Inszenierung unterstreicht diesen Zug in der choreografierenden Regie Carlos Wagners, durch das klare, schöne und abstrakt-durchlässige Bühnenbild Christof Cremers und das konzise Licht Norbert Chmels. Walter Kobéra dirigiert souverän; die Sänger – herausragend Milena Georgieva als Musica/ Speranza und Alexander Kaimbacher als Orfeo – singen exzellent. Ein kräftiges Lebenszeichen von Wiens freier Opernszene.
(Salzburger Nachrichten)

Christoph Cremer baute [...] einen hinreißend schönen Bühnenraum aus hellen Holzlamellen, die in magischem Licht (Norbert Chmel) leuchten. Sandboden, eine Art Chorgestühl für den Chor, eine Rampe als Zugang zur Unterwelt beeindrucken durch spartanische Strenge. Wunderschön sind Cremers Kostüme. [...] Alexander Kaimbacher ist ein souveräner Orfeo mit schlanker Tenorstimme und schöner Diktion, Rebecca Nelsen eine sanfte Euridice, Milena Georgievnas Sopran gefällt durch Wärme und Leuchtkraft. Verlässlich das übrige Ensemble. Ein eindrucksvoller Abend!
(Kronenzeitung)

Umhüllt von einer geradezu sakralen Aura aus vibratolosen Streicherakkorden flehte da Orpheus um Einlass in die Unterwelt – ein berückender Moment, den Tenor Alexander Kaimbacher als intensiver Darsteller im Melodram des letzten Aktes noch übertraf: Irr vor Schmerz, ist ihm nach dem Verlust Eurydikes der Gesang in der Kehle verdorrt. (Die Presse)

Die sieben Todsünden

Kurt Weill

Die fratzenhafte Gesellschaftskritik Bertolt Brechts wird in der Inszenierung der Neuen Oper Wien durch das grelle, minimalistische Bühnenbild (Inszenierung: Leo Krischke) und durch die plakativen Kostüme (Ausstattung: Sofia Mazzoni) unterstrichen. Mehr Phantasmagogie als realistisches Abbild einer Wirklichkeit, wirken "Die sieben Todsünden" im Rahmen des Doppelabends wie ein kurzes, traumatisches Präludium.
(ORF)

Leo Krischke hat die beiden Stücke hart, scharf und stilisiert inszeniert, wobei im Fall des Weillschen Werks, das auch ein Tanzstück ist, gewiss nicht zuletzt die Choreographie von Renato Zanella für die Nachdrücklichkeit des Eindrucks sorgt.
(Der neue Samstag)

Katzelmacher

Kurt Schwertsik

Besonders originell ist in dieser Produktion nicht nur das Libretto mit dem Mut, einfach Sätze wie "Hol mir ein Bier" und "Mir auch" singen zu lassen, sondern auch die hervorragende Neue Musik von Kurt Schwertsik, der mit grandiosen Melodien zu überzeugen vermag. [...] Daniela Fally als Elisabeth, Doris Langara als Marie und Dimitrij Solowjow als Jorgos, und mit ihnen alle weiteren Darsteller, machen "Katzelmacher" zu einem wahrlich gelungenen, unbedingt sehens- wie hörenswerten Ereignis. [...] Ein Triumph.
(Kulturwoche)

Schwertsik trifft den Bänkelsängerton wie den der spritzigen Tanznummer, konfrontiert madrigaleske Ensembles in Comedian-Harmonists-Manier mit simplen, melodisch eingängigen Chansons. Er schreckt auch vor altbewährten Reduktionsmitteln nicht zurück, begleitet eine besonders brutale Szene mit manisch durchgehaltenen Trommelschlägen. Kurz: Er müht sich nicht ab, neue Formen zu erfinden, sondern beherrscht die alten souverän. Es fallen ihm sogar Melodien ein. Da ist er heute nicht nur im so genannten E-Musik-Geschäft eine ziemlich einsame Erscheinung.
(Die Presse)

God's Liar

John Casken

Dass die Aufführung vor allem das Thema "Verführung" gut transportiert, liegt auch an den Interpreten. Denn Steffen Rössler (Stepan) setzt vokale Glanzlichter, weckt Interesse für seine Figur. Auch die Sopranistin Rebecca Nelsen – sie verkörpert von der Hure bis zur Heiligen alle Frauen(klischees) - zieht in den Bann.
(Kurier)

Das Amadeus-Ensemble Wien unter Walter Kobéra lässt die dichte Partitur in tausend Farben schillern [...]. Steffen Rössler [...] spielt die Kämpfe des Kasatsky/Sergius mit seinem Über-Ich glaubwürdig und überzeugt mit seinem sehr voluminösen Bass-Bariton. Rebecca Nelsen begegnet ihm in wechselnden Frauenrollen und stellt sowohl die Fähigkeiten ihrer gut geführten Sopranstimme als auch ihre Verwandlungsfähigkeit unter Beweis.
(Wiener Zeitung)

Dirigent Walter Kobéra und die famosen Sänger sorgen für einen klangschönen Abend.
(Profil)

Walter Kobéra, hinter der Bühne platziert, aber vom Zuschauer (wenn auch mit verdrehtem Hals) auf einer großen Leinwand im Auditorium zu verfolgen, brachte John Caskens postmodern sich gerierende Millefleurpartitur trotz der akustisch prekären Verhältnisse zu intensiver Wirkung.
(Opernwelt)

The Beggars Opera

Benjamin Britten

Man kann wieder einmal eine Oper sehen, der man sonst mit Sicherheit nirgendwo anders in österreich begegnen würde.
(Salzburger Nachrichten)

Im Schlosstheater Laxenburg servierten Neue Oper Wien-Intendant Walter Kobéra und das amadeus ensemble wien das halbe Hundert der feinen, kleinen, von Britten überwiegend mit zartweicher Sinnlichkeit gefüllten Songhäppchen aus The Beggar's Opera mit teils großer Klangdelikatesse. Das solide Vokalensemble garnierte mit Sicherheit und Durchschlagskraft.
(Der Standard)

Großartig die Inszenierung von Paul Flieder, der seine Figuren in knallbunten Baby-Doll-Kleidchen und im Nadelstreif auch im Publikumsraum fluchen, toben, lügen, betrügen – und lieben lässt. [...] Tolle Stimmen, ein solistisches Instrumentalensemble – und jede Menge Gesellschaftskritik. Mehr davon!
(Niederösterreichische Nachrichten)

In Laxenburg zeigt die verdienstvolle Neue Oper Wien unter dem musikalischen Leiter Walter Kobéra, was man mit geringstem Aufwand leisten kann. Scharf, präzise, amüsant: Regie und Dialoge von Paul Flieder.
(News)

Zwischenfälle

Christoph Coburger // Daniil Charms

Das Ensemble der Neuen Oper Wien unter Dirigent Walter Kobéra führt ein surreal-skurriles Spiel im Stil früherer Avantgarde-Tage vor. Ambitioniert, gut gearbeitet, von Fantasie getragen. [...] Die Aufführung lebt von bewegter Personenführung und der närrischen Pantomime der von Dieter Kschwendt-Michel als Dichter souverän angeführten Sängerschar.
(Die Presse)

Von Prinsloo nach betont getragenem Beginn temporeich und dicht inszeniert, wird hier eine (alb)traumhafte, bizarre Schattenwelt voll abgründiger (auch sexueller) Obsessionen sichtbar. [...] Von allen, die blieben, starker Applaus für eine stimmlich wie darstellerisch geschlossen gute Ensemble-Leistung.
(Wiener Zeitung)

Mit leichter Hand, spielerisch und mit einer gehörigen Prise bitteren Humors zwingt Prinsloo seine ausgezeichneten Interpreten zu einem Psychotrip in seelische Abgründe. [...] Dieter Kschwendt-Michel als Dichter Charms steht an der Spitze eines glänzenden Teams, das sich stimmlich und darstellerisch völlig verausgabt.
(Kurier)

Endlich Schluß

Wolfram Wagner

Ein klein besetztes, von Dirigent Kobéra bei der Uraufführung im Semper-Depot sehr gut geleitetes Orchester (Amadeus Ensemble Wien) trägt die Handlung; Turrinis Text wurde von Hassler stark gekürzt und feinsinnig für die Opernbühne adaptiert. Vor allem Wagners Musik überzeugt. Ganz unverkrampft setzt Wagner auf swingende, ja jazzige Elemente, bewusste Zitate, melodischen Witz und auf eine eingängige, leicht fassbare Rhythmik. Zurück bleibt aber die Erkenntnis, das "neue Musik" trotz der Schwere des Sujets leicht und sympathisch sein kann.
(Kurier)

Wagner gelang ein Stück aus einem Guss, wohl ausbalanciert zwischen Komik und Tragik, mit kunstvollen Zitatelementen – etwa aus Carmen: wohlklingende, farbenreiche, effektvoll instrumentierte Musik, bei der man genau hört, welche Gefühlslage, welche Skurrilitäten und welche Brisanz in der jeweiligen szenischen Konstellation angesprochen werden. Das ist Musik, die Situationen offen legt und – wie er selbst schreibt - "keine unhörbaren Geheimnisse verschlüsselt". Eindrucksvoll realisierte Walter Kobéra das Werk mit Andreas Jankowitsch (Mann), zehn Chorsängern und dem Amadeus-Ensemble Wien.
(österreichische Musikzeitschrift)

Conductor Walter Kobéra deserves some kind of award for his unflagging and courageous commitment to new works of music theatre. Neue Oper Wien, a verdent oasis in the conservative culture of Vienna, proved once again that the best opera in town is to be heard in its most untraditional venues.
(Financial Times)

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

Helmut Lachenmann

Des Werks Genrebezeichnung, "Musik mit Bildern", deutet schon die Schwierigkeiten für jede Inszenierung an. Sie sollte unvermeidliche optische Verdopplungen möglichst gering halten. Schließlich besteht der Reiz von Lachenmanns Partitur nicht zuletzt in der geradezu brutal körperlichen Vergegenwärtigung von Klängen aller Art. Kirchner löst das Problem überzeugend, zumal da er sich auf vorzügliche Darsteller verlassen kann: Therese Affolter (Gudrun Ensslin), Walter Raffeiner als Sprecher und Phillippa Galli in der Titelpartie.
(Die Welt)

Die fabelhafte Festwochenproduktion der Neuen Oper Wien im Gasometer gibt vielerlei Aufschlüsse: über die Qualität freien Produzierens; über den erstaunlichen Standard der Tonkünstler, die unter Walter Kobéra alles einlösen, was sie unter Maestri neunter Klasse nie versprechen durften; und über die sensationelle neue Schauspielerin Phillippa Galli, die hiermit Faktum und zur Kenntnis zu nehmen ist.
(News)

Kobéra und seine Musiker von der "Neuen Oper Wien" schaffen ein klanglich-musikalisch höchst eindrückliches Ergebnis. Gemessen an ihren Vorläufern, ist auch diese Umsetzung der Partitur geradezu perfekt. Die Musiker bringen Lachenmanns feinst differenzierte Klangschattierungen auf den Punkt. Ja, es entstand sogar der Eindruck, als habe Kobéra einen "musikalischeren", süffigeren und freier schwingenden Gestus gefunden als vor allem die deutlich herbere Produktion in Stuttgart. [...] Die Verbindung Szene-Klangwelt ist gelungen und hat bewiesen, das sich das so introvertierte Werk einer Deutung durch bewegte Bilder nicht verschließt. [...] Ein Sieg nach vielen Punkten.
(Salzburger Nachrichten)

Der Chef der Neuen Oper Walter Kobéra waltet mit Kompetenz und Überblick des gewaltigen Klangapparates und entlockt dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und dem Amadeus Ensemble Wien all jene instrumentalen Klangfetzen, Einzeltöne und Geräusche, mit denen Lachenmann die metaphorische Kälte ins "Musik"-Bild setzt und die Hans Christian Andersens Schwefelholzverkäuferin erfrieren lässt.
(Frankfurter Rundschau)

Walter Kobéra ist jener Experte für zeitgenössisches Musiktheater, den es bei diesem Stück auch braucht.
(Das Opernglas)

Albert Herring

Benjamin Britten

"Abenteuer Oper" hat sich die "Neue Oper Wien" auf ihre Fahnen geschrieben. Und wer sich beim Gastspiel dieses erstklassigen Ensembles auf Benjamin Brittens Oper "Albert Herring" und eine freche Inszenierung von Leonard Prinsloo (Wiener Staatsoper) einließ, der erlebte einen spritzigen Abend mit neuen Sichtweisen. [...] Walter Kobéra am Pult der zwölf Instrumentalisten des Amadeus-Ensembles lässt Brittens Rezitativ-reiche, changierende Musik, seine Meisterschaft in der kammermusikalischen Orchestration, prächtig aufblühen.
(Mainpost)

Die deutschsprachige Inszenierung von Leonard Prinsloo, mit der die Neue Oper Wien in Winterthur gastierte, brachte eine affektierte und selbstverliebte bessere Gesellschaft auf die Bühne des Theaters am Stadtgarten, die mit ihren zum Teil surrealen Kostümen im weiss gehaltenen Einheitsraum von Christof Cremer vorzüglich zur Geltung kam. Dieser gekünstelten Scheinwelt stellte Prinsloo die anarchische Kraft der Sexualität gegenüber, der Albert im Liebespaar Nancy und Sid begegnet. Aus dieser Konstellation heraus entwickelte sich eine temporeiche, musikalisch genaue Inszenierung, die engen Kontakt zum Orchestergraben wahrte.
(Neue Zürcher Zeitung)

Die hervorragenden Kostüme von Christof Cremer zeigen auf den ersten Blick die Doppelmoral der Träger: Durchsichtige Korsette, Sakkos und Roben geben den Blick auf die Unterwäsche frei. Außen mechanisch, innen frivol.
(Wiener Zeitung)

Wozzeck

Alban Berg / John Rea

Der kanadische Komponist John Rea hat für Bergs Meisterwerk eine kluge, kammermusikalische Fassung erstellt, die das auf 23 Mann reduzierte Orchester extrem fordert. Mit dem Ensemble "die reihe" aber stehen Dirigent Walter Kobéra erstklassige Musiker zur Verfügung, die alle Facetten der Partitur ausloten, zugleich den Sängern exzellente Partner sind. Rupert Bergmann (Wozzeck), Ingrid Habermann (Marie) und Walter Raffeiner führen das meist homogene Ensemble mit großem Einsatz an.
(Kurier)

Rupert Bergmann ist ein idealer Wozzeck: durch seinen Ausdruck, seine stimmlichen Möglichkeiten und insbesondere durch seine Fähigkeit, schauspielerisch völlig selbstverständlich mannigfaltige stilistische Ebenen zu durchschweifen. [...] Der kammermusikalische Orchesterklang bringt auch dem Opern-Wozzeck jenen kafkaesken Hauch von Bizzarrheit, Merkwürdigkeit und Absurdität zurück, mit dem wir heute Büchners Drama zu lesen pflegen. Eine großartige Inszenierung.
(Teatro Divadlo, Sk)

Die interessante und anregende Regie verdient vor allem Lob für ihren Mut, denn oft hat sie mehr oder weniger aktuelle Elemente der österreichischen Geschichte herangezogen, um aufzuzeigen, wie diese Gesellschaft noch nicht mit ihrer Geschichte abgerechnet hat und es nicht geschafft hat, bestimmte Elemente der Vergangenheit zu verarbeiten und reflektieren, die ja noch nicht so weit zurückliegen.
(Giornale della musica)

63: Dream Palace

Hans-Jürgen von Bose

Wie in einem Rausch komponiert ist auch Hans Jürgen von Boses polystilistische Musik, die geschickt Jazz- und Folkeinflüsse - auch in der Instrumentierung (E-Gitarre, Saxophone) - mit wirkungsmächtigen Elementen expressiver Opernsprache a` la Aribert Reimann oder Henze integriert und auf unmittelbare, harte Direktheit ohne allzu psychologisierende Umschweife setzt: eine Art postmoderner Verismo mit prallen Typisierungen der Personen. [...]
Das ist eine rundum gelungene Produktion, ganz in der von der "Neuen Oper Wien" Walter Kobéras angestrebten ästhetischen Linie packenden, sinnlichen modernen Musiktheaters. Das Orchester spielt hervorragend, die Sänger sind durch die Bank textverständlich, agieren hautnah, durch keinen Graben getrennt, auf der Rampe direkt vor dem Publikum.
(Salzburger Nachrichten)

Dank all dieser Kunstgriffe wird der Zuschauer Zeuge einer klaren und transparenten Aufführung und, statt sich der Illusionswelt der Oper als Traumfabrik hinzugeben, ist er innerhalb der Bühne, mitten in dieser Kulturmaschine, die die Oper ist, und nicht nur Teil von Übereinkünften.
(Il giornale della musica)

Die Musik von Boses ist den hysterischen Handlungsträgern ebenbürtig. Von abendländischer Polyphonie bis Blues und Jazz werden Stile wild durcheinandergewürfelt, stets in einem Tonfall größter Exaltiertheit. Die Partitur ist reich an Einfällen und geglückten Stimmungsbildern, vom Amadeus Ensemble unter Walter Kobéra perfekt umgesetzt. Auch die Sänger, allen voran der fabelhafte Erik Arman als Fenton, schaffen starke Momente, etwa im Terzett zwischen Fenton, seinem Bruder (Isabel Marxgut) und Parkhearsts Frau (Anna Maria Pammer).
(Wiener Zeitung)

Johnny Johnson

Kurt Weill

Dieter Berner inszenierte sehr feinfühlig. Tragik und Komik, Freud und Leid lagen spürbar dicht nebeneinander. Die Zuschauer konnten Hoffnungen aufkeimen und Träume platzen sehen. [...] An vorderster Front stand Dieter Kschwendt. Ein Volltreffer, der sehr präsent Johnny Johnsons Verrücktheit ehrlich und unaufgesetzt aus den Umständen entwickelte.
(Musicals)

Heraushebenswert dabei die schlackenfreie Übersetzung der Paul-Green-Texte von Hilde Berger und Richard Weihe, die in dieser Form erstmals in österreich dargeboten wurden. Nicht erst seit Ute Lemper ist bekannt, dass Weill bei seiner Musik an singende Schauspieler dachte. Dieter Kschwendt-Michel als Titelfigur ist ein Glücksfall. Sehr ambitioniert das Amadeus-Ensemble-Wien um Walter Kobéra, dem die Werke exilierter Komponisten ein besonderes Anliegen sind.
(Der Standard)

Zerborstener Beton, Trümmerhaufen, Rauch. Aus den Tiefen und hinter den Platten tauchen die Sänger auf, balancieren waghalsig und bewundernswert sicher über die schrägen Flächen, die Damen in Stöckelschuhen, die Herren teils in Hast. In diesem eindrücklichen Bühnenbild, das Reinhard Taurer in Gedenken an den New Yorker "Ground Zero" schuf, führt die Neue Oper Wien im Schlosstheater Laxenburg Kurt Weills Anti-Kriegs-Epos "Johnny Johnson" auf. [...] Inszenierung (Regie: Dieter Berner), Sänger und das Amadeus Ensemble Wien erreichen im Schlosstheater Laxenburg eine Qualität weit über dem üblichen Sommertheater-Niveau. Die Balance zwischen ernstem Thema, leichter Musik, dramatischem Effekt und Witz gelingt spielerisch, die Elemente fügen sich - unterstützt von der dynamischen Inszenierung - zu einer stimmigen Aufführung. [...] Selten wirkte ein Kampf, in Zeitlupe und Nebel, so sanft und grausam zugleich.
(Die Presse)

Wintermärchen

Philippe Boesmans

Sieger des Abends bleibt damit Walter Kobéra am Pult: Bewundernswert, wie er sein großbesetztes Amadeus-Ensemble zu orchestralen Höchstleistungen führte, vom wohlstudierten Chor und dem Solistenensemble nach Kräften unterstützt. Aus ihm ragten der markante, textdeutliche Bariton von Christian Rudik (Leontes), der schlanke Sopran von Ingrid Silvéus (Hermione), der satte Alt von Sulie Girardi (Paulina) und der seriöse Baß von Alfred Werner (Camillo) heraus.
(Die Presse)

Kein Geringerer als der Wiener Festwochen-Intendant Luc Bondy hat ein sehr konzises Textbuch verfasst, das Shakespeares Theaterstück gekonnt komprimiert. Und der Komponist hat das ganze Kompendium verführerisch-schöner Noten in das Stück hineinmontiert; lässt es am Anfang borstig klingen, um sich danach im Lauf der vier Akte immer mehr der kantilenen Verfeinerung hinzugeben. [...] Nun hat die Neue Oper Wien das Stück als österreichische Erstaufführung ins Wiener Odeon gebracht, recht ordentlich inszeniert (von Michael Klette), mit einer ökonomischen Bühnenkonstruktion (Reinhild Blaschke), die dank eines fantasievoll-exakten Lichtdesigns (Norbert Chmel) poetische Qualitäten entwickelt, gut gesungen - insbesondere von Christian Rudik als König Leontes - und konzis untermalt vom Amadeus Ensemble-Wien unter Walter Kobéra.
(Salzburger Nachrichten)

Musiziert wurde auf technisch erstaunlich hohem Niveau, das vor allem das junge Amadeus Ensemble vorgab. [...] Mit Christian Rudik besaß die österreichische Erstaufführung des Werkes auch einen Leontes von Format.
(Der Standard)

Der Leuchtturm

Peter Maxwell Davies

Gerade die Vieldeutigkeit, die Carlos Wagner in der Wiedergabe der Neuen Oper Wien wagt, ist indessen der Triumph dieser Aufführung: Mit filmischer Präzision wird der Horror-Trip gesteigert, ohne zu konkret zu werden. Unterstützung findet er in Conor Murphys karger, schlichtweg idealer Raumgestaltung und im fantasievollen Lichtdesign von Norbert Chmel. [...] Walter Kobéra am Pult das Amadeus Ensemble-Wien krönt diese Produktion: Davies' komplexe Rhythmen werden nicht nur mit äußerster Präzision umgesetzt, Kobera arbeitet aus der Partitur auch die Sinnlichkeit, die nervenaufreibende Spannung heraus. Von allen sechs "Leuchtturm"-Produktionen, die ich kenne, ist diese [...] die mit großem Abstand beste: Modernes Musiktheater zum Fingernägel-Abkauen.
(Wiener Zeitung)

Der Handlungskrimi, der nach einer wahren Begebenheit das geheimnisvolle Verschwinden dreier Leuchtturmwächter erzählt, ist musikalisch klug gewoben und an Schlüsselstellen spannend aufbereitet. Das grelle Aufblitzen des Lichtes erlebt man nicht nur im Bühnenbild (Conor Murphy), sondern auch im Aufbäumen der Maxwell'schen Partitur. Die drei Wächter, gegeben von Erik Årman, Steven Scheschareg, Steven Gallop, werden vom Regisseur Carlos Wagner gut gezeichnet. Sie bieten auch stimmlich dem Raum entsprechende Leistungen. Ebenso seriös das Amadeus Ensemble unter Dirigent Walter Kobéra. Kurzum: ein empfehlenswerter Abend.
(Neue Kronenzeitung)

Zum Höhepunkt der Handlung wurde Sandys laszive Ballade, wobei das Semper-Depot mit seiner Höhe von über dreißig Metern imposante Kulisse bot, mit Leiter, Rundlicht und Fernbildern in höheren Etagen.
(Der Standard)

Historia von D. Johann Fausten

Alfred Schnittke

Die Neue Oper Wien hat dieses schwierige Stück als österreichische Erstaufführung in die Sofiensäle geholt und einen riesigen Erfolg eingefahren. Mit Sicherheit ist dies eine der besten und schlüssigsten Produktionen der freien Wiener Opernszene seit langem, zumal sie auch musikalisch unter einem guten Stern steht: Walter Kobéra führte das Amadeus Ensemble und den Chor der Neuen Oper Wien nach etwas harzigem Auftakt mitten ins dramatische Herz von Schnittkes Musik.
(Salzburger Nachrichten)

Glänzend schlägt sich der Chor der Neuen Oper Wien, deren Intendant Walter Kobéra als Dirigent des Amadeus-Ensembles Wien die Klangfarbenpracht und Sinnlichkeit, die Ironie und den Sarkasmus sowie nicht zuletzt die Trauer und den Fatalismus der Partitur von Schnittke [...] in hohem Maße auslotet.
(Kleine Zeitung)

Der Effekt der Aufführung basiert allerdings auch auf dem Bekenntnis des Regisseurs Güther Mörtl zur Einfachheit: Da die Musik so stark ist, wird das Geschehen nie szenisch überladen, sondern in malerischen Bildern hingestellt, wozu die strenge, aber glänzend choreografierte Chorführung beiträgt.
(Neues Volksblatt)

Vorzüglich der Chor der Neuen Oper Wien und das Amadeus-Ensemble Wien. Und Walter Kobéra ist ein so umsichtiger musikalischer Leiter, dass er sich wohl erneut für größere Bühnen empfohlen hat.
(Wiener Zeitung)

Arrest

Dirk D'Ase

Sein Handwerk beherrscht Dirk D'Ase in der Tat: Reste von Klangflächentechnik werden überlagert von afrikanischen, rhythmischen Pulsationen; mit großer harmonischer und klanglicher Raffinesse ist das Instrumentarium verwendet, blockartige Bildungen wechseln mit solistischen Quasi-Improvisationen. Und gekonnt setzt D'Ase diese Mittel zum Aufbau gezielter Steigerungen und Höhepunkte ein. Walter Kobéra hat das mit seinem tüchtigen Amadeus-Ensemble auf gewohnt souveräne Art realisiert.
(Die Presse)

Das Bühnenbild ist metallisch-einfach, stilisiert, spiegelt die Kälte des Kerkers genauso wie die Kostüme. Das Licht von Norbert Chmel überzeugt durch ökonomische Prägnanz. Das Amadeus-Ensemble Wien spielt engagiert. Und die Sänger, samt dem stummen Mimen Jean-Jaques Pascal geben ihr Bestes. Das ist das wirklich Faszinierende solcher Aufführungen: Alle sind mit Feuereifer bei der Sache. Der warmherzige Beifall am Ende galt dem ebenso wie einem Werk, das die mitleidende Emotion nicht verbirgt.
(Salzburger Nachrichten)

Die Neue Oper Wien gibt wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich.
(Wiener Zeitung)

The prisoners in Dirk D'Ase's Arrest were all in top vocal form at the work's premiere last week at Vienna's WUK, with Rupert Bergmann as the masochistic Soumar and Steven Scheschareg as Vanek deserving particular mention. [...] Walter Kobéra and his Amadeus Ensemble by now have many years of modern-opera experience under their belt, and it shows in their playing: dynamic and vigorous without any sacrifice of rhythmic precision.
(Culture & Arts)

Jakob Lenz

Wolfgang Rihm

Mit beeindruckender technischer Meisterschaft sang Adrian Eröd die anspruchsvolle Titelpartie berückend schön, ohne an darstellerischer Intensität einzubüßen und formte glaubwürdig das Psychogramm eines von Inspiration und Wahnvorstellungen Getriebenen, der der Welt zuletzt ebenso abhanden kommt wie diese ihm. [...] Jubel für eine Produktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
(Die Presse)

Atemberaubend hebt die Kammeroper "Jakob Lenz" von Wolfgang Rihm in der KlangBogen-Inszenierung der Neuen Oper Wien an: In dem hohen Hauptraum des Semper-Depots steht eine bis ins oberste Stockwerk reichende, riesige, rote, menschliche Wirbelsäule mit weit ausgreifenden Rippen. Sie wird von oben effektvoll beleuchtet, sodass ihr Ende von den Zuschauern, die fasziniert ihren Kopf in den Nacken werfen, kaum auszunehmen ist.
(Wiener Zeitung)

Im Wiener Semper-Depot mit seiner halligen Akustik kommt jedwede musikalische Nuance gut zur Geltung - das Orchester der Neuen Oper Wien unter Walter Kobéra changiert konzentriert zwischen Eruption und Innerlichkeit. Zweifellos aber sind auch Regisseur Kaspar Holten und Bühnenbildner Steffen Aarfing in diesem hohen Raum Lösungen geglückt, die das filigrane Wesen dieser Kammeroper beim Wiener KlangBogen erwecken. Mit dem riesigen Rückgrat, das fast bis zur Decke hinaufragt, hat man einen eleganten Weg gefunden, das Semper-Depot gleichsam zum Körper werden zu lassen. Zum Lenz-Körper.
(Der Standard)

Lob gebührt Regisseur Kasper Holten und seinem Bühnenbildner Steffen Aarfing: Sie haben Rihms spannende Musik mit einfachen, unaufdringlichen Mitteln zum hochkomplexen, explosiven Fiebertraum verdichtet.
(Kronenzeitung)

Albert Herring

Benjamin Britten

Benjanin Brittens spritzige, liebenswerte, verschwenderisch mit musikalischen Ideen ausgestattete Kammeroper "Albert Herring" spielt die "Neue Oper Wien" [...] mit bewährt gutem Ensemble und einer schönen Leistung Alexander Kaimbachers in der Titelrolle. Präzise spielt das nur zwölfköpfige Orchester unter Walter Kobéra. [...] In gelungenen, witzigen Kostümen Christof Cremers inszeniert Leonard C. Prinsloo die Aktionen mit viel Gespür für Pointen in stilisierten Bewegungschoreographien und effektvollen Standbildern. Ein Ausflug nach Laxenburg lohnt sich. Geboten wird anspruchsvolles Sommertheater, noch dazu unabhängig vom Wetter.
(Salzburger Nachrichten)

Moderne Oper als leichte Sommerkost? Dass das ganz vorzüglich funktioniert, beweist die "Neue Oper Wien" mit köstlich witzigen Produktion.
(Der Standard)

Walter Kobéra hat Brittens Partitur im Griff. Mit dem Amadeus Ensemble bietet er einen nicht zu zart gewobenen Klang. Durch die Intimität des Theaters sind die Sänger akustisch im Vorteil: da kommt\'s auf gesangliche Feinarbeit an. Der Riege hoch anzurechnen ist die Homogenität, die die solide Sängerschar (u. a. Monica Theiss-Eröd, Maida Karisik, Gisela Theisen, Marco Di Sapia, Steven Scheschareg) zeigt. Jeder trägt zum Erfolg bei. [...] Vorbildlich ist Alexander Kaimbacher als Albert: Präzise, wortdeutlich, temperamentvoll! Was den Schlussapplaus ordentlich steigerte.
(Kronenzeitung)

Candide

Leonard Bernstein

Als erstes Operninstitut dieser Stadt - und andere werden leider nicht folgen - versuchte sich im Odeon die Neue Oper Wien an "Candide". Und errang beim Publikum einen wahrhaft rauschenden Erfolg. [...] Bernstein hätte die Neue Oper Wien an sein Herz gedrückt.
(Kurier)

Intendant Walter Kobéra hat als Dirigent aus seinem Amadeus-Ensemble ein Maximum an Spritzigkeit und Klangfülle herausgeholt und eine nahezu optimale Sängerschar zusammengestellt.
(Die Presse)

Der Neuen Oper Wen ist es zu danken, dass es nun im Wiener Odeon zur österreichischen Erstaufführung des "Candide" in deutscher Sprache gekommen ist. Ein wahrlich ehrgeiziges Unterfangen - denn das Werk hat seine Tücken und Schwierigkeiten. Das ist jedenfalls ein alternatives Opernangebot, das wirklich Sinn macht. [...] Viel begeisterter Jubel des Premierenpublikums, das die Seltenheit der Begegnung mit Bernsteins gesamtem "Candide" zu schätzen wusste.
(Wiener Zeitung)

Der Eindruck, den die neue Produktion der Neuen Oper Wien - die als Institution gerade ihr 10jähriges Jubiläum feiert - auf den Hörer macht, ist der, dass sie sich mit solchen Produktionen im guten Sinn überfordert, dass sie an ihre Grenze geht. (Salzburger Nachrichten)

Von Heute auf Morgen

Arnold Schönberg

Glaube Liebe Hoffnung

Gerhard Schedl

Trouble in Tahiti

Leonard Bernstein

Marco Polo

Tan Dun

War es der Theaterzauber des Serapionstheaters, oder doch Tan Duns zwischen europäischer und asiatischer Musiktradition vermittelnder Musikstil, vielleicht Walter Kobéras gefühlvolles Dirigat? Nachdem der Jubel im Wiener Odeon verklungen war, erwischte man sich jedenfalls bei dem Gedanken, daß da wieder ein Werk entstanden ist, das alles Zeug zu einem Klassiker hat. [...] Da wurden nicht alle Geheimnisse offengelegt, durfte auch der Zuschauer immer wieder die eigene Phantasie walten lassen.
(Kurier)

Die Aufführung durch die Neue Oper Wien wurde zur Sensation. [...] Die Handlung der Oper, die auf mehreren und nicht nur realen Ebenen verläuft, ist viel zu kompliziert, als dass man sie rational klar erzählen könnte. Das würde auch der vielschichtigen, zwischen asiatischen und europäischen wechselnden Musik des Komponisten widersprechen. So hat Erwin Piplits eine außerordentliche Aufführung geschaffen, die den Zuschauer auf einer irrealen Ebene gefangen hält.
(Vorarlberger Nachrichten)

Überraschend ist das hohe Niveau der Aufführung. Der energische Walter Kobéra reißt das amadeus ensemble-wien zu einer Glanzleistung mit. Auch die Sänger stehen den Solisten der Uraufführung (Anm. Münchner Biennale) in nichts nach. Der Neuen Oper Wien ist mit dieser gediegenen Ensembleleistung der Beweis geglückt, dass sich "Marco Polo" auch von kleineren Opernkompagien spannend musizieren lässt.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Kurt Weill

Die Maßnahme

Hanns Eisler

Frankenstein!!!

HK Gruber

Enrico

Manfred Trojahn

Il Prigioniero

Luigi Dallapiccola

Volo di Notte

Luigi Dallapiccola

Die Fledermaus

Lear

Aribert Reimann

Besonders beeindruckend gelang Kobéra die leidenschaftliche Sturmszene, rhythmisch akzentuiert, dominiert von Schlagzeug und Bläsern, die Lears Verzweiflung zum stummen Echo seines Gefolges (Choreinstudierung Bernhard Schneider) machte und die irisierenden bedrückenden Streicherflageoletts bei Lears Schlussszene.
(Wiener Zeitung)

Ein Musiktheater der Grausamkeit. […] Auf der weiß-blauen, nahezu kahlen Bühne wird reichlich Blut vergossen, wird gnadenlos gemordet. Es gibt keine Gnade, der Mensch ist hier so eitel wie grausam und damit seines Gegenübers sicherer Untergang – nein, Teil einer solchen Gesellschaft mag freiwillig wohl keiner sein. Das Savaria Symphonie Orchester unter der Leitung von Walter Kobéra versteckt nichts und meistert die sich brutal und unberechenbar hinwälzenden Lärmmassen mit Bravour. Stoßweise und abrupt wird der clusterdurchsetzte Klang gleichsam auf die Bühne gewuchtet.
(Der Standard)

Walter Kobéra am Pult der Savaria Symphonie gelingt eine – bejubelte – Wiedergabe unter Hochspannung.
(Kronenzeitung)

Die von der Neuen Oper Wien besorgte Neuproduktion darf als rundum gelungen bezeichnet werden.
(Die Presse)

Maschinist Hopkins

Max Brand

Regisseur Peter Pawlik hat […] einen abstrahierenden Ansatz gewählt, Typen statt Menschen, Spielbälle des Profitstrebens, das gnadenlos ausbeutet, die Menschen sozusagen unter die Räder bringt […] – eine starke, leidenschaftliche Konstellation, deren dramatische Wirkkraft man unmittelbar miterleben kann. Mut, Einsatzbereitschaft und unbestechliches Können wurden mit starkem Beifall berechtigt belohnt.
(Salzburger Nachrichten)

Ein Glücksfall einer stimmigen Inszenierung: Peter Pawlik (Regie) und Bernhard Hammer (Bühne) gelingt es, Ideen, Leitmotive und Atmosphäre des Werks in einem stimmigen Raum zu beschwören. […] Walter Kobéra und dem RSO Bratislava war die dichte, dramatische Atmosphäre zu danken. Aus dem Sängerensemble ragt Steven Scheschareg als herzloser Karrierist "Maschinist Hopkins", der seinen Szenen Kraft und Schärfe gibt.
(Kronenzeitung)

Die Aufführung der Neuen Oper Wien freilich ist ein szenisches Ereignis ersten Ranges: Bernhard Hammer hat die Bühne im Wissen, daß weniger oft mehr bedeutet, sensationell bildkräftig ausgestattet. […] Der größte Triumph aber sind die gleichsam lebendig gewordenen Maschinen, ein hinreißender, virtuoser Drahtseilakt (mit Kopf nach unter hängenden Choristen!), wie er im Musiktheater auch unserer Tage wenig seinesgleichen hat. […] Walter Kobéra bringt am Pult des vorzüglich disponierten RSO Bratislava Brands Musik auf den Punkt: Er beschwört Aggressives, Zärtliches, Klangschwelgerisches und legt mit künstlerischem Totaleinsatz ein vehementes und von ihr keineswegs unbedanktes Plädoyer für diese Partitur ab. Fazit: Ein (fast) unbedingtes Ja zu dieser Aufführung bei Zweifeln am Werk – insgesamt ein interessanter, hin und wieder mitreißender Abend, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
(Wiener Zeitung)

Notiz an Freunde

Reinhard Süss

Billy Budd

Benjamin Britten

Ein Gipfel des Musiktheaters aus unserem Jahrhundert. […] Höhepunkte boten die von Bernhard Schneider glänzend vorbereiteten Chorszenen. Wer einen großen Wurf der Nachkriegs-Oper kennen lernen und dabei aufregende und gediegene Oper sehen oder hören will, muss ins Odeon gehen.
(Salzburger Nachrichten)

Viel Jubel für die österreichische Erstaufführung […] von der Neuen Oper Wien in packendes Musiktheater verwandelt. In der stilisierten Regie von Leonard Prinsloo konnte „Billy Budd“ nicht kaltlassen. Die in zerschlissene Fetzen gekleidete Schiffsmannschaft vermittelt jedoch auch gesanglich eine beklemmende Atmosphäre, vom Dirigenten Walter Kobéra sicher geführt.
(Kurier)

Benjamin Brittens „Billy Budd“, von der Neuen Oper Wien im Odeon gezeigt, bewies mir, dass auch der abgebrühte Kritiker nahezu mit offenem Mund im Zuschauerraum sitzen kann, hingerissen, mitgerissen, geradezu atemlos fasziniert. Das passiert auch nicht jeden Tag …
(Im Rampenlicht/ORF)

Die Vorzeigeproduktion der freien Wiener Opernszene wurde im Odeon schwungvoll wiederaufgenommen. Am großen Erfolg der „Billy Budd“-Produktion naschte im vergangenen Jahr die gesamte Opernszene mit.
(Die Presse)

Greek

Marc-Anthony Turnage

Wiener Blut

Johann Strauß

Der Silbersee

Kurt Weill

Sphinx und Strohmann

Reinhard Süss

Lulu

Alban Berg / Friedrich Cerha

Diese Lulu muss man erleben. Die Neue Oper Wien fasziniert. Sie hat eine derart werkgetreue Inszenierung geschaffen, dass sich auch an ihr ablesen lässt, wie Berg das Publikum atemberaubend fesselt. […] Erstaunlich schließlich, wie sich das amadeus ensemble-wien als Berg-Orchester bewährt, man hört das Werk.
(Kurier)

Bewundernswertes leistet der hervorragende Dirigent Walter Kobéra mit dem großartigen Orchester. Dadurch, dass das Orchester am Ende der Manege sitzt, hat Kobéra keinerlei Blickkontakt mit den Sängern, die sich nur an einige Monitore halten können. Dennoch herrscht zwischen Bühne und „Graben“ bestes Einvernehmen. Wollust und Grauen – hautnah.
(Wiener Zeitung)

Diese Lulu muss man haben. Dies ganz einfach deshalb, weil in dieser bisher mit Abstand besten vom Rezensenten besuchten Produktion alles stimmte. […] Vor allem aber dank der vorbildlichen musikalischen Realisierung dieser ungemein diffizilen Partitur durch das amadeus ensemble-wien unter der engagierten Leitung von Walter Kobéra.
(Oö Nachrichten)

Hiob

Axel Seidelmann

What Price Confidence?

Ernst Krenek

Don Pasquale

Gaetano Donizetti

Das Medium

Peter Maxwell Davies

La Voix Humaine

Francis Poulenc

Der Spieler

Leonardo Vinci

Pimpinone

Georg Philipp Telemann

Simplicius Simplicissimus

Karl A. Hartmann

Susannas Geheimnis

Ermanno Wolf-Ferrari

Musiktheater-Keimzellen

Neue Oper - Ein Fest

Macbeth

Giuseppe Verdi

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Medea

Luigi Cherubini

Idomeneo

Wolfgang Amadeus Mozart

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