Programm

Kartenvertrieb

Vorbestellungen Abonnements & Einzelkarten für die Saison 2017/18

Kategorien regulär A 51€ / B 40€ / C 29 €

Infos zu Abonnements / Kombination (Formular hier) / Vorbestellung via E-Mail

Infos Ermäßigungen auf Einzelkarten

Bestellungen von Einzelkarten direkt im Onlinesystem ab Sommer 2017, telefonisch ab Ende August 2017 möglich.

Abendkassa: Karten für den jeweiligen Abendtermin 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Kontakt: ticket@neueoperwien.at / Tel.: 0043 699 107 45 907

Bankdaten Ticketing: IBAN: AT40 3200 0001 0931 3610 / BIC: RLNWATWW

 

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Programm per Post

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Freundeskreis

Die Neue Oper Wien bereichert Wiens Musikleben seit den frühen 1990er Jahren mit zeitgenössischem Musiktheater. Sie ist bestrebt, die Barriere zwischen Ausführenden und Publikum zu verringern.

Als Mitglied des Freundeskreises haben Sie die Möglichkeit zur intensiveren Kommunikation und zu mehr direktem Kontakt: Freunde und Förderer profitieren von regelmäßigen Informationen über die Tätigkeiten der Neuen Oper Wien sowie weiteren Vorteilen und unterstützen gleichzeitig deren Engagement für die aufregende Vielfalt moderner Oper.

Freund (Außerordentliches Mitglied)

40 EUR Jahresbeitrag

Vorankündigung der Projekte vor der offiziellen Ankündigung via E-Mail

Kartenbestellung bereits 1 Woche vor dem offiziellen Kartenverkauf beim Neue Oper Wien-Ticketing

Einladung zu Pressekonferenzen der Neuen Oper Wien

20 % Ermäßigung auf Karten aller Kategorien außer der Premiere, Bestellung beim Neue Oper Wien-Ticketing bis spätestens 3 Tage vor der Vorstellung

Förderer (Förderndes Mitglied)

ab 120 EUR Jahresbeitrag

Sämtliche Punkte von oben sowie:

30 % Ermäßigung auf Karten aller Kategorien inklusive Premiere, Bestellung beim Neue Oper Wien-Ticketing bis spätestens 3 Tage vor der Vorstellung

„Neue Oper Wien-Tratsch“: Bei einem Probenbesuch können Sie die jeweils aktuelle Produktion hautnah erleben. Sie haben Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Mitgliedern des Leading Teams und des Sängerensembles.

Nennung (auf der Seite des Freundeskreises) auf der Webseite der Neuen Oper Wien

Philosophie

Die Neue Oper Wien gibt es seit 1990, sie hat sich auf modernes Musiktheater spezialisiert und damit dem Mangel an zeitgenössischer Oper abgeholfen, der zu Beginn der 1990er Jahre in Wien und Österreich noch immer herrschte. Kompromisslos stehen seit 1994 ausschließlich Werke des 20. und 21. Jahrhunderts auf dem Spielplan. Uraufführungen und österreichische Erstaufführungen bilden das Zentrum unserer Arbeit. Daneben wird aber auch moderne Opernliteratur wieder erweckt, die ungerechtfertigterweise aus dem Repertoire verschwunden ist.

Ohne eigene Spielstätte und fixes Ensemble will die Neue Oper Wien unbelastet und flexibel bleiben, ihr Credo ist nicht nur die Erschließung neuer Klangwelten, sondern auch neuer Räume und Spielstätten. Mit dem Konzept, sich die Häuser nach den Opern auszusuchen, werden die Räume zu Mitspielern, die Bühnenbilder werden eng an die jeweiligen Räume angepasst, die Akustik wird im neuen Raum erprobt und entwickelt.

Größtes Ziel der Produktionen der Neuen Oper Wien ist es, die Distanz zwischen Bühne und Zuschauern zu verringern oder ganz aufzuheben und dadurch eine größtmögliche Unmittelbarkeit und Nähe zwischen allen Beteiligten zu schaffen. Werk, Ausführende, Raum und Zuschauer verschmelzen in diesem Spannungsfeld zu einer Einheit. Das Theater findet zu einer neuen Sprache und die Musik gewinnt an emotionaler Dichte. In diesem hoch gesteckten Ziel liegt eine permanente Verpflichtung, aber auch immer wieder eine große Chance.

Im Wechselspiel mit Regie, Ausstattung und Musikalischer Leitung werden Räume immer wieder neu definiert und anders bespielt. Die Idee der Neuen Oper Wien hat sich durchgesetzt: Spielstätten wie das Odeon, das Semper-Depot, die Bank Austria Halle im Gasometer, die Remise, das Jugendstiltheater oder die Alte Werft in Korneuburg wurden von der Neuen Oper Wien für das Musiktheater erschlossen.

Die Neue Oper Wien zeigt unter der Leitung von Walter Kobéra, dass Innovation und Publikumszuspruch einander nicht ausschließen und dass "moderne Oper" und innovative Inszenierungen kein "Schreckgespenst" für Musikliebhaber bedeuten, sondern zur intensiven Diskussion anregen. Musiktheater als Ort der inhaltlichen und gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung wird bei der Neuen Oper Wien gelebt. Das Labor "Neue Musik", wo Komponist, Librettist und Produzent eng zusammenarbeiten, wird in den nächsten Jahren weiter geführt und entwickelt werden.

Intendant

Walter Kobéra ist einer der führenden Dirigenten zeitgenössischen Musiktheaters. Durch die zahlreichen erfolgreichen Erst-und Uraufführungen unter seiner Leitung hat er das Wiener Musikleben in den letzten Jahren entschieden geprägt.

Seit 1991 ist Walter Kobéra musikalischer Leiter der Neuen Oper Wien, seit 1993 auch Intendant. Er begann im Alter von sieben Jahren mit dem Violinstudium am Konservatorium der Stadt Wien. Ab 1978 war er Mitglied des Tonkünstler Orchester Niederösterreich, auch als Dirigent und musikalischer Assistent von Isaac Karabtchevsky und Fabio Luisi. 1986 gründete er sein amadeus ensemble-wien, das sich in den letzten Jahren besonders auf zeitgenössisches Musiktheater spezialisiert hat.

 

 

 

 

Von Presse und Publikum umjubelt waren seine Interpretationen unter anderem von Bergs Lulu, Brittens Billy Budd, Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Schedls Triptychon und die ihm gewidmete Oper "PARADISE RELOAEDED (LILITH)" von Peter Eötvös.

Mit dem KangBogen Wien, dem OsterKlang Wien und den Wiener Festwochen verbindet Walter Kobéra eine langjäjrige künstlerische Zusammenarbeit. Ab 2005 war er mit der Neuen Oper Wien regelmäßig zu Gast beim Internationalen Kammeropern-Festival in Zwolle/NL. 2006 fand unter seiner Leitung die erste Koproduktion der Neuen Oper Wien mit den Bregenzer Festspielen statt.

Er hat Konzerte mit österreichischen und europäischen Symphonieorchestern geleitet, darunter das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, das Bruckner Orchester Linz, das Gürzenich-Orchester Köln, das Ungarische Rundfunkorchester Budapest, der Wiener Concert-Verein und das Ensemble „die reihe“. Neben zahlreichen Konzerten und Opernaufführungen liegen auch Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen vor, darunter Brahms' „Ein Deutsches Requiem“, Verdis „Macbeth“, Wolfram Wagners „Endlich Schluss“ und Richard Dünsers „Radek“.

Auf Einladung des Theater an der Wien erfolgte die Ersteinspielung von Iain Bells Liederzyklus „A Hidden Place“ mit Diana Damrau als Solistin und ebenfalls 2010 die Neuproduktion von Kurt Weills „Die Sieben Todsünden“. Im Juli 2011 wurde Walter Kobéra von Peter Eötvös als Votragender zum renommierten Festival von Aix en Provence eingeladen um dort die Neue Oper Wien zu präsentieren. Im Dezember 2013 feierte der Dirigent sein Debüt an der Kölner Oper.

Walter Kobéra ist Lehrbeauftragter für Moderne Musik an der Universität Wien und Jurymitglied nationaler und internationaler Wettbewerbe für Gesang und Musiktheater.

www.kobera.at

Kontakte Neue Oper Wien

Ticktingkontakt während der Veranstaltungszeiten:

Ticket-Telefon 0043 699 107 45 907

E-Mail-Ticketing ticket@neueoperwien.at

Keine Tageskassa

Abendkassa am Veranstaltungsort ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Bankdaten nur für Ticketing: IBAN: AT40 3200 0001 0931 3610 / BIC: RLNWATWW

Anschrift  Herminengasse 10/23, 1020 Wien, Austria

Telefon & Fax  0043 1 218 25 67

Erreichbarkeit  Mo - Fr: 9.00-13.00 Uhr

E-Mail-Büro  office@neueoperwien.at

Intendanz 

Walter Kobéra

Assistenz der Intendanz, Marketing & PR  

Barbara Preis

E-Mail  office@neueoperwien.at

Mobil  0043 699 114 104 94

Produktionsleitung

Susanne Pitzek

E-Mail  su.pitzek@neueoperwien.at

Telefon  0043 676 544 70 21

Bewerbungen für Vorsingen/Studienleitung

Anna Sushon

E-Mail  studienleitung@neueoperwien.at

Impressum/Medieninhaber

F.d.I.v. Neue Oper Wien

Intendant Walter Kobéra

Neue Oper Wien, 1020 Wien, Herminengasse 10/23

UID Nummer  ATU 42236503

DVR  1020676

ZVR 151169960

Bankverbindung

Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG

BLZ: 3200, Kontonummer: 9313610

IBAN: AT93 3200 0000 0931 3610

BIC/SWIFT: RLNWATWW

Redaktion  Neue Oper Wien

Übersetzung  Christopher Roth & David Quigley

Webseite  etage.cc

 

AGB der Neuen Oper Wien

Eintrittskarte laut Preisliste. Durch den Erwerb dieser Karte unterwirft sich der/die BesucherIn der jeweiligen Hausordnung. Die Eintrittskarte gilt nicht als Rechnung im Sinne des §11 UStG und berechtigt daher nicht zum Vorsteuerabzug. Eine Kartenrücknahme (Tausch oder Rückkauf) ist – mit Ausnahme einer Absage der Veranstaltung(en) – nicht möglich. Im Falle der Absage einer Veranstaltung wird die Rückgabe der Karte innerhalb eines Monats ab dem Veranstaltungsdatum bei der Verkaufsstelle empfohlen. Besetzungs- und Programmänderungen sind dem Veranstalter (Veranstaltungsbüro) vorbehalten. Bei Bildaufzeichnungen (FS-Übertragungen, Video, etc.) erteilt der/die KarteninhaberIn die ausdrückliche Zustimmung, dass die von ihm während oder im Zusammenhang mit der Veranstaltung gemachten Aufnahmen entschädigungslos ohne zeitliche oder räumliche Einschränkung mittels jedes derzeitigen oder künftigen technischen Verfahrens ausgewertet werden dürfen. Das Mitnehmen von Ton-, Foto-, Film-, Video- und sonstigen Bildaufzeichnungsgeräten sind dem/der BesucherIn nicht gestattet. 

Reservierte Karten können kostenlos bis 24h vor Veranstaltungsbeginn storniert werden.

Partner

Förderer und Partnerinstitutionen Saison 2017/18

 
   
   
   
   

Koproduzenten und Produktionspartner

Förderer

Kulturamt der Stadt Wien Kulturamt der Stadt Wien
Bundeskanzleramt Sektion Kunst Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
SKE Fonds
          
Bundesministerium für Bildung und Frauen Bundesministerium für Bildung und Frauen
KulturKontaktAustria (junge oper wien) KulturKontaktAustria (junge oper wien)
culture connected (junge oper wien)

Koproduzenten und Kooperationen

Oper Köln
Wien Modern
Spring Festival 2018
Stiftung Haydn v. Bozen u. Trient

Medienpartner

Der Standard Der Standard
Ö1 Ö1
Wiener Bezirksblatt Wiener Bezirksblatt
wienlive Zeitschriften GmbH wienlive Zeitschriften GmbH
VOR-Magazin VOR-Magazin
MICA
ORF III
   
   

Partner

Gustav Ignaz STINGL Klaviere e.U. Gustav Ignaz STINGL Klaviere e.U.
Alumni Club der Universität f. Musik u. darstellende Kunst Alumni Club der Universität f. Musik u. darstellende Kunst
Alumniverband der Universität Wien Alumniverband der Universität Wien
www.terz.cc (junge oper wien) >www.terz.cc (junge oper wien)
Direct Marketing
winter artservice winter artservice
Hunger auf Kunst und Kultur
Eine Initiative von Schauspielhaus Wien und der Armutskonferenz. InhaberInnen eines Kulturpasses erhalten freien Eintritt bei der Neuen Oper Wien.
Hunger auf Kunst und Kultur

Spielorte

Halle E im MuseumsQuartier
Kammeroper
Werk X
   

Partner des Gerhard Schedl Musiktheaterpreises (Wettbewerbssponsor)

BNP Paribas Stiftung BNP Paribas Stiftung
Musikverlag Doblinger Musikverlag Doblinger

 

Visit us on Facebook

Neue Oper Wien-Komitee zur Vermehrung von Opernfreuden

Gertraud Cerha, Peter Dusek, Hans Landesmann †, Marius Mautner Markhof †, Rudolf Scholten, Peter Turrini, Freunde der Wiener Staatsoper  

Startseite 3

Karten für die NOW, diverse Ermäßigungen Infos hier!

"Neue Oper Wien is an incredible institution, continuing against all odds to be able to present important work at the highest level."

Kaspar Holten (Dir. of Opera - Royal Opera House)

Anfrage Vorsingen:  Initiativbewerbungen senden.

Startseite 4

Vermietung Probenraum

In den spielfreien Zeiten der Neuen Oper Wien kann man den Probenraum mieten.

Kontakt und Infos

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Vermietung Proberaum

1030 Wien, Keinergasse 19 (50 Meter zur U3 Kardinal-Nagl-Platz)

 Objekt 
beheizbar, ebenerdig Zugang (Barrierefrei), Zuliefermöglichkeit

Nutzraum

171 qm2 durchgehende Probenfläche 

4,5 Meter Höhe Boden: Tanzteppich (nicht entfernbar) 

Ausstattung

E-Piano

Aufenthaltsraum/Küche (Geschirrspülmaschine, Herd)

Bad mit Dusche

WC (nicht barrierefrei)

Den Grundriss des Proberaums können Sie hier downloaden.

Keine Vermietung stundenweise.

Mietpreis 
nach Vereinbarung



Kontakt:

Su Pitzek

Su.pitzek@neueoperwien.at

Mobil.: 0043 676 544 7021

Gastdirigat Walter Kobéra

Intendant Walter Kobéra gastiert 2015 in Fürth

Wie soll man mit den Geistern der Vergangenheit umgehen? Sie lassen sich selten leicht ertragen, zumal, wenn es um die Geschichte der eigenen Familie geht. Ella Milch-Sheriff hat sich ihnen dennoch genähert. In "Baruchs Schweigen" verarbeitet die israelische Komponistin lange unbekannte Details aus der Vergangenheit ihrer Eltern.

Es ist das Vermächtnis, das der Vater der Komponistin seiner Tochter hinterließ. Erst nach seinem Tod habe sie aus den Aufzeichnungen erfahren, "was ihn zu dem Mann machte, den ich zuvor nie verstanden habe", sagte Milch-Sheriff über ihr Werk
Walter Kobéra wird dieses  beklemmende Werk in einer Neuinszenierung von Bruno Berger-Gorski am Stadttheater Fürth dirigieren.

Premiere ist am 13. Juni 2015.

Willkommen im Pressebereich der Neuen Oper Wien!

Hier finden Sie Presseinformationen, Bildbeschreibungen und Pressebilder.

Veröffentlichung der Bilder unter Namensnennung

(die jeweiligen Credits werden in der Einzeldarstellung der Bilder rechts oben angezeigt. Zur Einzeldarstellung und zum Download bitte Bild anklicken)

Pressekontakt: Barbara Preis, presse@neueoperwien.at, 0043 699 114 104 94

Rund um die Veranstaltung

Veranstaltung Herbst 2017: Halle E im MuseumsQuartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Kartenverkauf ab Mai 2017.

-) Barrierefreier Zugang am Verantaltungsort vorhanden. Rollstuhlplätze müssen bis 48 Stunden vor der Veranstatlung angemeldet werden.

-) Öffentliche Verkehrsmittel: U2 Volkstheater & MuseumsQuartier, U3 Volkstheater, Straßenbahn 49
 

 

Text

Tanzcasting

Tänzerin ab 40 Jahre für Projekt gesucht

Audition für Tänzerin

 

Für die Tanzoper „JUDITH / Schnitt_Blende“ im Herbst 2015 sucht die Neue Oper Wien eine Tänzerin.

Audition: 3. Mai 2015

Inszenierung: Judith Unterpertinger und Katharina Weinhuber

 

Gesucht wird eine Tänzerin mit guter zeitgenössischer Technik, Improvisations- und Performance Erfahrung. Alter: 28-40 Jahre und ab 40 Jahre

Premiere: Oktober 2015

Proben nach Absprache

 

Bewerbungen (bis 1. Mai, 15:00 Uhr) mit CV und Foto an Katharina Weinhuber

Abonnements & Ermäßigungen

Neue Oper Wine Saison 2017/18

Abonnements / Kombination (Formular hier) / Vorbestellung via E-Mail

-) Ö1-Club-ABO der NOW (-30%)

-) NOW-ABO (-26%)

-) Kombination sinnlich* (1x Vollpreis & 1x Regie zu 16€)

* Angebot für KundInnen, die ein Werk 2x oder 2 Produktionen besuchen möchten. Nur gültig für  eine Person, nicht für Begleitpersonen.

Ermäßigungen auf Einzelkarten

(Ermäßigungen müssen bei der Bestellung der Karten angebgen werden, eine Umbuchung der Karten auf eine Ermäßigung ist an der Abendkassa nicht mehr möglich)

-) Freunde Freundeskreis -20%

-) Förderer Freundeskreis -30%

-) Ö1-Club Mitglieder -20% (Kammeroper -10%)

-) Der Standard AbonnentInnen -10%

-) Schüler & Studierende bis 26 Jahre 10€

Bestellungen von Einzelkarten direkt im Onlinesystem ab Sommer 2017, telefonisch ab Ende August 2017 möglich.

Abendkassa: Karten für den jeweiligen Abendtermin 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Kontakt: ticket@neueoperwien.at / Tel.: 0043 699 107 45 907

Bankdaten Ticketing: IBAN: AT40 3200 0001 0931 3610 / BIC: RLNWATWW

Interview Fabian Panisello

Fabian Panisello über "Le Malentendu"

Thriller und Tragödie

Fabian Panisello spricht mit Axel Petri-Preis über seine Oper „Le Malentendu“

„Le Malentendu“ ist deine erste Oper. Wie bist du zu Camus’ Theaterstück als Stoff dafür gekommen?

Ich hatte schon seit längerer Zeit das Bedürfnis, ein Musiktheater zu schreiben. In meinen „Gothic Songs“ für Klavier und Bariton habe ich das Gedicht „The Raven“ quasi als Monodram vertont und mich damit schon ans Musiktheater herangetastet. Anschließend schrieb ich das Monodram „L’officina della resurrezione“ für Bariton und Streichquartett, bei dem der Bariton zwei Figuren – den heutigen und den archaischen Menschen – spielt. Das war für mich die Vorbereitung für meine Oper,  zu deren Stofffindung der Librettist Juan Lucas und ich sehr viel gelesen haben: von Fosse, Wilde, Shaw, Shakespeare. Als Juan mir „Le Malentendu“ gezeigt hat, wusste ich unmittelbar, dass ich damit arbeiten kann. Das Stück ist wahnsinnig gut geschrieben, die Vielfalt an Bedeutungen und möglichen Lesarten hat mich fasziniert und die Handlung als Mischung aus Thriller und Tragödie fand ich sofort operntauglich.

Das Stück von Albert Camus ist unglaublich präzise geschrieben. Jeder einzelne Satz, jedes Wort ist perfekt. Es ist daher eine große Herausforderung, daraus ein Libretto zu formen, für das man straffen und kürzen muss, um der Musik genügend Raum zu geben. Wie seid ihr vorgegangen?

Ich habe Juan Lucas gebeten, die Sprache von Albert Camus nicht anzutasten. Es sollte jedes Wort von Camus sein. Gleichzeitig bat ich ihn stark zu kürzen. Wir haben einige Versionen miteinander besprochen, bis ich am Ende einen Text hatte, der so konzis wie möglich ist.

Es gibt eine sehr auffallende Änderung im Vergleich zum Stück von Camus. Der Alte erhält in deiner Oper eine wesentlich stärkere Bedeutung, greift aktiver als bei Camus ins Geschehen ein. Während man im Theaterstück noch den Eindruck hat, die Figuren selbst wären in der Lage das Missverständnis aufzulösen, greift der Alte bei dir an entscheidenden Stellen ein und schiebt jeder Möglichkeit der Auflösung einen Riegel vor.

Meiner Meinung nach gibt es für die Oper mehrere Lesarten. Man könnte die Figuren als Familie sehen und den Alten als pater familias. Andererseits ist der Alte wie der alttestamentarische Gott, der mit dem Leiden der Menschen nicht mitfühlt. Er plant kühl wie ein Puppenspieler und führt die Figuren. Wir haben seine Rolle im Stück stärker akzentuiert, um aus ihm eine zentrale Figur zu machen, die alle Fäden in der Hand hat.

Camus’ Philosophie ist stark geprägt vom selbstverantwortlichen Menschen, der den strafenden Gott hinfällig macht. Insofern ist es überraschend, dass ihr gerade diesen Aspekt in der Oper so betont.

Das stimmt. Ich habe aber mehrere Perspektiven auf das Stück. Da ist zum Beispiel der Mythos Arkadien. Jan kehrt aus dem mythischen Arkadien, dem Land des unbeschwerten Lebens, wo es Sonne und Strand gibt, zurück und möchte seine Mutter und seine Schwester dorthin führen. Leider kommt es nicht dazu, weil er getötet wird. Aber immerhin, Arkadien ist da. Außerdem geht es mir um die Obsessionen der Figuren, die vollkommen in sich eingeschlossen sind und stur ihren Weg gehen, ohne nach links oder rechts zu schauen. Es ist wie in den Gemälden von Vittore Carpaccio, in denen alle abgebildeten Figuren immer nur auf sich selbst bezogen sind. Es gibt keinen emotionalen Bezug zwischen den ihnen. Wir haben in der Oper fünf Charaktere, die zwar interagieren, dabei aber keine emotionale Verbindung herstellen.

„Le Malentendu“ bezieht sich auch auf das Gleichnis von der Rückkehr des verlorenen Sohnes im Lukas-Evangelium, in dem der Vater den nach allerlei Irrungen geläuterten Sohn nach dessen Rückkehr mit einem großen Fest empfängt. Der ältere Sohn, der die ganze Zeit über treu bei seinem Vater geblieben ist, beklagt – wie Martha gegenüber ihrer Mutter im „Missverständnis“ – dieses Verhalten bitter. Nachdem Jan in der Oper den mit Schlafmitteln versetzten Tee getrunken hat, ruft er: „Allons, faisons honneur au festin du prodigue!“ (in der deutschen Übersetzung von Schmidt-Henkel und Aumüller: „Also, ein Prosit dem verlorenen Sohn.“) Danach verfällt er in einen euphorischen, beinahe rauschhaften Zustand.

An dieser Stelle erklingt in der Oper eine Zirkusmusik, weil Jan seiner eigenen Perspektive gegenüber sehr ironisch wird. Zunächst will er die Mutter und die Schwester beobachten, denn er weiß nicht, was in den letzten 20 Jahren aus ihnen geworden ist. Genau dieser Voyeurismus wird ihn aber töten. Auf der anderen Seite hat er in diesem Moment tiefe Emotionen und wendet sich an Gott. Er weiß nicht, wie er mit seiner Zerrissenheit umgehen soll und zieht mit dem „Festmahl“ einen Schlussstrich unter seine trüben Gedanken. Die Zirkusmusik ist fast wie ein Ende vor dem eigentlichen Ende, noch bevor er das letzte Mal mit der Mutter spricht und schließlich einschläft.

Es gibt in deiner Oper fünf Zwischenspiele, die mit den Namen der Hauptfiguren Maria, Mutter, Jan und Martha überschrieben sind. Auch das Wasser erhält als zentrales Motiv der Oper ein eigenes Interlude. Inwiefern charakterisierst du in diesen rein instrumentalen Teilen die Hauptfiguren?

Ich beginne damit schon im Präludium, das zunächst allen Figuren gewidmet ist. In diesen ersten Takten erklingen bereits die charakteristischen rhythmischen Patterns und Tonsysteme der einzelnen Figuren. Ab Ziffer 11 geht es dann um den Alten. An dieser Stelle setzt ein Tape ein, das ich als Mikro-Oper bezeichne. Diese Mikro-Oper ist nichts anderes als eine Reduktion der gesamten Oper auf drei Minuten, in denen – ganz im musiktheatralischen Sinne eines Präludiums – Vorausdeutungen auf alle 19 Teile des Stückes hörbar werden. Begleitet wird dieses Tape von Akkorden, die gleichzeitig die 37 Verwandlungen des Alten im Stück und die Verhärtung seiner Seele symbolisieren. Ich wende hier die rhetorische Figur der Degradatio an, indem ich die Akkorde bis zum Schluss hin immer weiter verdichte. Maria ist eine sehr naive und sanfte Figur, deshalb verwende ich in ihrem Zwischenspiel rhythmische Walzerfiguren und pentatonische Reihen. Das Interludium der Mutter ist eine große Katabasis, also von absteigenden Linien geprägt, die auch das Fließen des Wassers symbolisieren. Das Besondere an der Stelle ist, dass die Live-Musik durch ein Tape verdoppelt wird, sodass zwei akustische Räume entstehen und das Publikum in den Klang involviert wird. Die Struktur in Jans Musik ist ein polyphoner Hoquetus, eine Satztechnik aus der Renaissance, in der einander jeweils zwei oder mehrere Stimmen virtuos ergänzen. Für das Wasser-Interlude habe ich Wasserklänge im Tonstudio bearbeitet, die über die Tastatur der Keyboards abgespielt werden. Auch in der übrigen Musik kombiniere ich Klangfarben häufig mit Wasserklängen, sodass das Wasser überall ist. Im Zwischenspiel der Wassers erklingen an einer Stelle sieben Akkorde. Das ist der Moment von Jans Ertrinken. Martha ist für mich eine Hexe, deren gesamtes destruktives Potential sich in einem musikalischen Höhepunkt bei Ziffer 4 ihres Zwischenspieles entlädt. Ansonsten ist ihr Zwischenspiel die Modulation eines einzigen Akkordes, der ihre Obsession symbolisiert.

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