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Baal

Friedrich Cerha

Walter Kobéra und seine Neue Oper Wien lassen sich nicht einschüchtern durch die enormen Anforderungen in allen Belangen, die Friedrich Cerhas "Baal" stellt - und schaffen damit wieder einmal eine eindrucksvolle Opernproduktion abseits der großen Häuser. (...) Am Pult seines mit allen stilistischen Wassern gewaschenen "amadeus ensemble wien" zeichnet Kobéra die expressive Bandbreite der Partitur hingebungsvoll nach (...). Sébastien Soulès gibt als Baal sein Bestes und stirbt mit Totaleinsatz (...). Michael Wagner (Ekart) und Gernot Heinrich (Johannes) regen kraft ihrer Partien, Elisabeth Lang (in sechs Rollen) kraft ihrer Wandlungsfähigkeit aus dem umfangreichen Ensemble heraus. Großer Jubel für alle, nicht zuletzt für den Komponisten. Walter Weidringer (DIE PRESSE)

Dirigent Walter Kobera setzt mit dem Amadeus Ensemble Wien den flächig-elegischen Grundton wirksam um, und auch die dramtischen orchestralen Zuspitzungen behalten in ihrer Heftigkeit Transparenz. Viel Applaus der Anwesenden, zu denen auch der erfreut wirkende Komponist zählte. Ljubisa Tosic (DER STANDARD)

Mit der Brecht-Oper "Baal" von Friedrich Cerha, 85.jähriger Jahresregent der Neuen Musik, heimste die Neue Oper Wien einen Publikumserfolg ein. (...) Sébastien Soulès legt den Unsympathler zwischen Rüpelrocker und Leidensfigur an. EIne energetische, stimmige Performance (...) (Die) musikalischen Facetten bringt das amadeus ensemble-wien unter der Leitung von Walter Kobéra zu eindringlichem Leben. Georg Leyrer (KURIER)

Zu Friedrich Cerhas 85. Geburtstag nach langer Zeit wieder einmal die Oper "Baal" als ein Chef d'Oevre zu präsentieren, wäre für jede größere Bühne Ehrenpflicht gewesen. Doch nur die Neue Oper Wien hat sich in dankenswerter Weise dieser Aufgabe gestellt. (...) Erneut hat sich Walter Kobéra als souveräner Anwalt zeitgenössischer Musik profiliert. Mit ruhiger Sicherheit leitet er sein amadeus-ensemble wien, das alle Facetten des einent schwierigen Orchesterparts aufblühen lässt. Ideal in Erscheinung und Spiel verkörpert Sébastien Soulès die Titelpartie (...). Mit seiner Inszenierung hat Leo Krischke gewiss ein Meisterstück geliefert. (...) Einmütiger Jubel dankte allen Mitwirkenden und dem anwesenden Komponisten. Gerhard Kramer (WIENER ZEITUNG)