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Triptychon

Gerhard Schedl

Alle Singdarsteller der Trilogie und die Musiker des amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra sind beeindruckend in dieser dichten Produktion, die in Erinnerung bleiben wird. (Süddeutsche Zeitung)

Es ehrt die Neue Oper Wien, dass sie jetzt mit einer Neuinszenierung von Schedls „Triptychon“ an diesen ebenso hochbegabten wie überaus erfolgreichen österreichischen Komponisten erinnert. Das Regiekonzept ist glänzend aufgegangen: Beklemmend wirkt das hautnahe Miterleben beim „Kontrabass“, virtuos, für manchen vielleicht zu schrill, ist das Schlussstück arrangiert. Mit Feuereifer und hervorragendem Gelingen sind die Ausführenden bei der Sache, Walter Kobéra leitet mit Umsicht sein bewährtes amadeus ensemble-wien. Der Premierenerfolg ließ nichts zu wünschen übrig. (Die Presse)

Wer Gerhard Schedls Triptychon erfolgreich auf die Bühne bringen will, braucht eine auf die Raummaße zugeschnittene Inszenierung, eine hervorragende Besetzung der Titelpartien und ein Orchester, das dem Klangzauber der drei Operneinakter voll vertraut. Walter Kobéra und seinem Team ist das alles sehr überzeugend gelungen. Johannes Erath erreicht durch sparsam eingesetzte Mittel, dass die Spannung durchgehalten wird. Besonders erwähnenswert ist seine herausragend psychologische Deutung des „Kontrabass“. (Kronenzeitung)

Schedl vielschichtige und vielgesichtige Musik hinterlässt großen Eindruck. Auch weil allen Solisten in der Inszenierung von Johannes Erath und in der musikalisch idealen Umsetzung des amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra eine sprühende und mit unmittelbarer Kraft packende Aufführung gelingt. (Falter)

Die drei zwischen 1982 und 1990 geschriebenen Kammeropern werden in der Inszenierung von Johannes Erath zu einer sowohl im Gestus als auch in der Raumeinbeziehung (Bühne: Stefan Heinrichs) sich mehr und mehr intensivierenden Einheit konzentriert. (Der Standard)

Die Neue Oper Wien nahm sich des bewegenden Dreiteilers an, mit Ernst, aber doch verspielt, sparsam in der Ausstattung, aber stark in der Darstellung und vor allem musikalisch sorgfältig. Hörens- und sehenswert! (Wiener Zeitung)

Walter Kobéra dirigiert das dynamische amadeus ensemble präzise. Die Bühnenlösung ist gelungen originell. (Kurier)

Vom skurrilen Kellner-Ballett, über den Ober, der den bestellten „Schas, sehr heiß“ in der Klomuschel serviert, bis zum antisemitischen Kavalier entfalten Musik und Bühnengeschehen rabiateste Wirkung. (APA)

Literatur-Opern im Mini-Format, anregend und anspruchsvoll zugleich. Aufrührend bis verstörend. Die Besetzung stimmt bis zur kleinsten, schrägen Kellner-Type, musikalische und szenische Realisierung fügen sich perfekt ineinander. Schon der optischen Gegebenheiten wegen wird man den Abend nicht so schnell vergessen. Gut möglich, dass er in der Erinnerung einmal „Kult“-Charakter annehmen wird. (Der Neue Merker Online)

Gerhard Schedls Opern-Einakter wurden gefeiert. (Kleine Zeitung)