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Historia von D. Johann Fausten

Alfred Schnittke

Die Neue Oper Wien hat dieses schwierige Stück als österreichische Erstaufführung in die Sofiensäle geholt und einen riesigen Erfolg eingefahren. Mit Sicherheit ist dies eine der besten und schlüssigsten Produktionen der freien Wiener Opernszene seit langem, zumal sie auch musikalisch unter einem guten Stern steht: Walter Kobéra führte das Amadeus Ensemble und den Chor der Neuen Oper Wien nach etwas harzigem Auftakt mitten ins dramatische Herz von Schnittkes Musik.
(Salzburger Nachrichten)

Glänzend schlägt sich der Chor der Neuen Oper Wien, deren Intendant Walter Kobéra als Dirigent des Amadeus-Ensembles Wien die Klangfarbenpracht und Sinnlichkeit, die Ironie und den Sarkasmus sowie nicht zuletzt die Trauer und den Fatalismus der Partitur von Schnittke [...] in hohem Maße auslotet.
(Kleine Zeitung)

Der Effekt der Aufführung basiert allerdings auch auf dem Bekenntnis des Regisseurs Güther Mörtl zur Einfachheit: Da die Musik so stark ist, wird das Geschehen nie szenisch überladen, sondern in malerischen Bildern hingestellt, wozu die strenge, aber glänzend choreografierte Chorführung beiträgt.
(Neues Volksblatt)

Vorzüglich der Chor der Neuen Oper Wien und das Amadeus-Ensemble Wien. Und Walter Kobéra ist ein so umsichtiger musikalischer Leiter, dass er sich wohl erneut für größere Bühnen empfohlen hat.
(Wiener Zeitung)