Archiv

Arrest

Dirk D'Ase

Sein Handwerk beherrscht Dirk D'Ase in der Tat: Reste von Klangflächentechnik werden überlagert von afrikanischen, rhythmischen Pulsationen; mit großer harmonischer und klanglicher Raffinesse ist das Instrumentarium verwendet, blockartige Bildungen wechseln mit solistischen Quasi-Improvisationen. Und gekonnt setzt D'Ase diese Mittel zum Aufbau gezielter Steigerungen und Höhepunkte ein. Walter Kobéra hat das mit seinem tüchtigen Amadeus-Ensemble auf gewohnt souveräne Art realisiert.
(Die Presse)

Das Bühnenbild ist metallisch-einfach, stilisiert, spiegelt die Kälte des Kerkers genauso wie die Kostüme. Das Licht von Norbert Chmel überzeugt durch ökonomische Prägnanz. Das Amadeus-Ensemble Wien spielt engagiert. Und die Sänger, samt dem stummen Mimen Jean-Jaques Pascal geben ihr Bestes. Das ist das wirklich Faszinierende solcher Aufführungen: Alle sind mit Feuereifer bei der Sache. Der warmherzige Beifall am Ende galt dem ebenso wie einem Werk, das die mitleidende Emotion nicht verbirgt.
(Salzburger Nachrichten)

Die Neue Oper Wien gibt wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich.
(Wiener Zeitung)

The prisoners in Dirk D'Ase's Arrest were all in top vocal form at the work's premiere last week at Vienna's WUK, with Rupert Bergmann as the masochistic Soumar and Steven Scheschareg as Vanek deserving particular mention. [...] Walter Kobéra and his Amadeus Ensemble by now have many years of modern-opera experience under their belt, and it shows in their playing: dynamic and vigorous without any sacrifice of rhythmic precision.
(Culture & Arts)