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Jakob Lenz

Wolfgang Rihm

Mit beeindruckender technischer Meisterschaft sang Adrian Eröd die anspruchsvolle Titelpartie berückend schön, ohne an darstellerischer Intensität einzubüßen und formte glaubwürdig das Psychogramm eines von Inspiration und Wahnvorstellungen Getriebenen, der der Welt zuletzt ebenso abhanden kommt wie diese ihm. [...] Jubel für eine Produktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
(Die Presse)

Atemberaubend hebt die Kammeroper "Jakob Lenz" von Wolfgang Rihm in der KlangBogen-Inszenierung der Neuen Oper Wien an: In dem hohen Hauptraum des Semper-Depots steht eine bis ins oberste Stockwerk reichende, riesige, rote, menschliche Wirbelsäule mit weit ausgreifenden Rippen. Sie wird von oben effektvoll beleuchtet, sodass ihr Ende von den Zuschauern, die fasziniert ihren Kopf in den Nacken werfen, kaum auszunehmen ist.
(Wiener Zeitung)

Im Wiener Semper-Depot mit seiner halligen Akustik kommt jedwede musikalische Nuance gut zur Geltung - das Orchester der Neuen Oper Wien unter Walter Kobéra changiert konzentriert zwischen Eruption und Innerlichkeit. Zweifellos aber sind auch Regisseur Kaspar Holten und Bühnenbildner Steffen Aarfing in diesem hohen Raum Lösungen geglückt, die das filigrane Wesen dieser Kammeroper beim Wiener KlangBogen erwecken. Mit dem riesigen Rückgrat, das fast bis zur Decke hinaufragt, hat man einen eleganten Weg gefunden, das Semper-Depot gleichsam zum Körper werden zu lassen. Zum Lenz-Körper.
(Der Standard)

Lob gebührt Regisseur Kasper Holten und seinem Bühnenbildner Steffen Aarfing: Sie haben Rihms spannende Musik mit einfachen, unaufdringlichen Mitteln zum hochkomplexen, explosiven Fiebertraum verdichtet.
(Kronenzeitung)