Archiv

Marco Polo

Tan Dun

War es der Theaterzauber des Serapionstheaters, oder doch Tan Duns zwischen europäischer und asiatischer Musiktradition vermittelnder Musikstil, vielleicht Walter Kobéras gefühlvolles Dirigat? Nachdem der Jubel im Wiener Odeon verklungen war, erwischte man sich jedenfalls bei dem Gedanken, daß da wieder ein Werk entstanden ist, das alles Zeug zu einem Klassiker hat. [...] Da wurden nicht alle Geheimnisse offengelegt, durfte auch der Zuschauer immer wieder die eigene Phantasie walten lassen.
(Kurier)

Die Aufführung durch die Neue Oper Wien wurde zur Sensation. [...] Die Handlung der Oper, die auf mehreren und nicht nur realen Ebenen verläuft, ist viel zu kompliziert, als dass man sie rational klar erzählen könnte. Das würde auch der vielschichtigen, zwischen asiatischen und europäischen wechselnden Musik des Komponisten widersprechen. So hat Erwin Piplits eine außerordentliche Aufführung geschaffen, die den Zuschauer auf einer irrealen Ebene gefangen hält.
(Vorarlberger Nachrichten)

Überraschend ist das hohe Niveau der Aufführung. Der energische Walter Kobéra reißt das amadeus ensemble-wien zu einer Glanzleistung mit. Auch die Sänger stehen den Solisten der Uraufführung (Anm. Münchner Biennale) in nichts nach. Der Neuen Oper Wien ist mit dieser gediegenen Ensembleleistung der Beweis geglückt, dass sich "Marco Polo" auch von kleineren Opernkompagien spannend musizieren lässt.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)