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Lear

Aribert Reimann

Besonders beeindruckend gelang Kobéra die leidenschaftliche Sturmszene, rhythmisch akzentuiert, dominiert von Schlagzeug und Bläsern, die Lears Verzweiflung zum stummen Echo seines Gefolges (Choreinstudierung Bernhard Schneider) machte und die irisierenden bedrückenden Streicherflageoletts bei Lears Schlussszene.
(Wiener Zeitung)

Ein Musiktheater der Grausamkeit. […] Auf der weiß-blauen, nahezu kahlen Bühne wird reichlich Blut vergossen, wird gnadenlos gemordet. Es gibt keine Gnade, der Mensch ist hier so eitel wie grausam und damit seines Gegenübers sicherer Untergang – nein, Teil einer solchen Gesellschaft mag freiwillig wohl keiner sein. Das Savaria Symphonie Orchester unter der Leitung von Walter Kobéra versteckt nichts und meistert die sich brutal und unberechenbar hinwälzenden Lärmmassen mit Bravour. Stoßweise und abrupt wird der clusterdurchsetzte Klang gleichsam auf die Bühne gewuchtet.
(Der Standard)

Walter Kobéra am Pult der Savaria Symphonie gelingt eine – bejubelte – Wiedergabe unter Hochspannung.
(Kronenzeitung)

Die von der Neuen Oper Wien besorgte Neuproduktion darf als rundum gelungen bezeichnet werden.
(Die Presse)