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Die Nase

Mit Schostakowitschs "Die Nase" gelingt der Neuen Oper Wien unter der Leitung von Walter Kobéra eine Großtat. Die Regie von Matthias Oldag bietet kraftvolle Gesellschaftskritik.
Stefan Ender (Der Standard)

Der Neuen Oper Wien ist mit ihrer aktuellen Produktion tatsächlich dieser intendierte Spagat zwischen Unterhaltung und Kritik gelungen. (…) Walter Kobéra zauberte mit dem präzise intonierenden amadeus ensemble-wien, das der facettenreichen Partitur Schostakowitschs mehr als gerecht agierte, Lachen wie (Ver-)Zweifeln auf die Gesichter des begeisterten Publikums.
Daniel Wagner (Wiener Zeitung)

Diese Musik liegt in den versierten Händen von Walter Kobéra, der das Amadeus-Ensemble Wien mit viel Gespür durch die farb- und facettenreiche Partitur lotst, nicht nur treffsicher Effekte setzt, sondern vor allem auch die so zahlreichen wie raschen atmosphärischen Wechsel organisch gestaltet. Eine feste Basis, auf der Marco di Sapia als Kowaljow so recht glänzen kann.
Helmar Dumbs (Die Presse)

Die Gegensätzlichkeit zwischen Verzweiflung und Resignation bringt das Amadeus ensemble wien unter Walter Kobéra gekonnt zum Ausdruck: Pulsierende Perkussion wechselt sich mit ebenso nuancierten wie atmosphärischen Passagen, die den Fokus auf das Geschehen auf der Bühne lenken. Denn es ist nicht zuletzt die darstellerische Leistung des gesamten Ensembles, die für einen gelungenen Abend sorgt. Langer Applaus für alle Beteiligten.
(APA-Meldung aus www.tt.com)